Pflege und Rente

Spahn bittet Kinderlose zur Kasse

, Uhr
Berlin -

Kinderlose sollten nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) merklich mehr in die Pflege- und Rentenversicherung einzahlen als Eltern. Dies sei eine Gerechtigkeitsfrage, schreibt Spahn in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. „Im Umlagesystem bekommen die Alten das Geld von den Jungen – auch, wenn es die Kinder nur der Anderen sind.“ Er sage dies ganz bewusst als „selbst Kinderloser, der bereit ist, finanziell mehr zur Zukunftsfähigkeit des Systems beizutragen“.

Derzeit liegt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung für Kinderlose bereits um 0,25 Prozentpunkte höher als für Versicherte mit Kindern. Dieses Grundprinzip sei richtig und vorbildlich, sagte der Bewerber um den CDU-Vorsitz. Doch müssten die Dinge jetzt generationengerecht gestaltet werden, „sonst werden die immer weniger Jungen des übernächsten Jahrzehnts Wege finden, ihre finanzielle Überlastung abzuschütteln oder zu umgehen“.

Der Bundestag will heute das von der großen Koalition geplante Milliardenpaket gegen die Personalnot in der Pflege beschließen. Mit den Plänen will Spahn für mehr Stellen und bessere Arbeitsbedingungen sorgen. So sollen in der Altenpflege 13.000 zusätzliche Stellen geschaffen werden.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Verminderte Klebkraft und Wirkung?
Fentanyl-Pflaster mit Kristallen
Nachbeobachtungszeit abgeschlossen
Hantavirus-Ausbruch kurz vor dem Ende
SPD-Politiker will Vor-Ort-Apotheke stärken
Yüksel: Warum bekommen Versandapotheken dasselbe Fixum?
Mehr aus Ressort
Verband warnt vor wachsendem Schwarzmarkt
Tabaksteuer: Shisha-Rauchen soll teurer werden
Rund 400 Millionen Euro Mehreinnahmen
Ab 2027: Alkoholsteuer soll steigen

APOTHEKE ADHOC Debatte