Nahles-Rückzug: Erdbeben in der GroKo

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Berlin -

Der Rückzug von Andreas Nahles aus der Politik erschüttert die Große Koalition. Erste Politiker fordern das Ende der Zusammenarbeit von Union und SPD.

„Andrea Nahles stand für den Bestand der Groko – deren Stabilität ist jetzt fraglich. Als nächstes kommt das Ende der GroKo – alles andere führt zu nichts“, sagte Harald Christ, Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, gegenüber der Bild. Auch Ingo Senftleben, CDU-Chef in Brandenburg, wo am 1. September gewählt wird, stellte gegenüber Bild die Fortsetzung der GroKo in Frage: „Mit einer wankenden SPD, die ihren Kurs nicht geklärt hat, ist die Koalition kaum fortzuführen.“ Die SPD und die GroKo insgesamt seien „zur Belastung auch für die Union“ geworden.

„SPD und Union stecken weiter im Groko-Dilemma“, sagte auch Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann, der auch Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der Union ist, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wir schaffen es nicht, zur gleichen Zeit zu regieren und mit den jeweiligen Kernthemen für die Wähler unterscheidbar zu bleiben.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer wollen sich am späten Sonntagnachmittag äußern. Bereitzs am Vormittag hatte die Führung laut Frankfurter Allgemeiner Zeitung (FAZ) die eigene Partei zu Besonnenheit aufgerufen: Alle in der CDU sollten die eigene Bereitschaft verdeutlichen, weiter dem Regierungsauftrag gerecht zu werden, hieß es. Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt forderte von der SPD „ein klares Bekenntnis zur Koalition“.

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