Impfstoff-Retax

Kasse unterstellt Apotheker Fälschung

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Berlin -

Änderungen auf dem Rezept müssen vom Arzt gegengezeichnet werden, sonst droht der Apotheke eine Nullretaxation. Doch was ist, wenn die Verordnung von Anfang an handschriftlich ausgestellt und danach korrekt mit Stempel und Unterschrift versehen wurde? Ein Apotheker aus Rheinland-Pfalz wehrt sich gegen eine aus seiner Sicht besonders dreiste Retaxation.

Die Kinderärztin hatte für den Sprechstundenbedarf Hexyon bestellt. Der Impfstoff enthält Komponenten gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis sowie gegen Haemophilus influenzae b, Hepatitis B und Poliomyelitis. Auf dem Rezept standen außerdem der Poliomyelitis-Impfstoff IPV sowie Covaxis (Diphterie, Pertussis, Tetanus). Die Praxis wurde entsprechend beliefert.

Dennoch retaxierte die Kasse mit der Begründung „handschriftliche Veränderung an der Verordnung nicht vom Arzt bestätigt“. Tatsächlich hatte die Kinderärztin das Rezept mit Hexyon Ampullen bedruckt und dazwischen Platz gelassen. Bei der Verordnung hatte sie dann die gewünschte Menge „2x10“ in den Zwischenraum geschrieben. IPV und Covaxis hatte sie in den Zeilen darunter jeweils mit der Mengenangabe „10 Ampullen“ komplett handschriftlich ergänzt.

Eine nachträgliche Änderung des Rezepts fand nach Angaben des Apothekers nicht statt. Trotzdem kürzte die Kasse seine Rechnung um knapp 1700 Euro. Der Apotheker will das nicht hinnehmen. Die Ärztin bestätigte ihm schriftlich, dass sie die Impfstoffe genauso so gewünscht und auch erhalten habe. Bislang hat das alles nichts genutzt.

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