Corona-Impfung beim Hausarzt

Impfstart in Bayern: Kraftakt für Apotheken

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Berlin -

In Bayern haben heute Corona-Impfungen bei niedergelassenen Ärzten begonnen. Die Apotheken haben die Praxen mit Impfstoff von AstraZeneca versorgt. „Für Apothekerinnen und Apotheker war es ein Kraftakt, der sich aber gelohnt hat“, sagte Dr. Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV).

Hubmann sagte zum Start: „Impfungen sind das beste Mittel zur Bekämpfung der Pandemie. Es ist eine gute Botschaft für die Menschen, dass der Start der ambulanten Impfungen in Bayern nun schon vor Ostern erfolgt.“ Die Apotheker:innen hätten in nur wenigen Tagen die aufwändige Impfstoffversorgung zusätzlich zum eigentlichen Betrieb der Apotheke gestemmt. „Das ist nur durch das bewährte, flächendeckende Netz an öffentlichen Apotheken möglich.“

Auch der bayerische Kammerpräsident Thomas Benkert freut sich, dass die Mitglieder beim bayerischen Impfbündnis an Bord sind. „Die Logistik in unseren Apotheken vor Ort für die Impfung in den Hausarztpraxen steht – es kann losgehen.“ Bundesweit begann die Bestellung des Impfstoffes – zunächst von Biontech – gestern. Nach Ostern sollen die Apotheken in ganz Deutschland von ihrem Großhändler beliefert werden und die Praxen versorgen.

Mit dem Impfstart bei Hausärzten in Bayern am Mittwoch soll das Impfen gegen das Coronavirus erheblich beschleunigt werden. „Wir haben alles dafür getan, um noch vor Ostern mit den Impfungen bei den Hausärzten durchzustarten. Das ist ein wichtiges Signal“, betonte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der zum Impfstart eine Arztpraxis in München besuchte.

Trotz der Unwägbarkeiten um den Impfstoff AstraZeneca begannen demnach 1635 Praxen mit dem Impfen. Jede Praxis habe im Schnitt 20 Impfdosen erhalten, erklärte Holetschek. „Es ist zwar nur eine kleine Menge, aber damit können wir schon jetzt in den nächsten Gang schalten.“ Nach Ostern sollen rund 8500 Praxen Impfstoff von den Apotheken und vom Großhandel erhalten.

„Wir werden zunächst denjenigen Patientinnen und Patienten ein Impfangebot machen, die aufgrund ihres Alters oder ihrer Vorerkrankungen zu den vulnerablen Gruppen gehören“, teilte Wolfgang Ritter vom Vorstand des Bayerischen Hausärzteverbandes mit. „Aber jeder, der sich impfen lassen will, wird diesen Schutz zeitnah bekommen.“

 

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