Homöopathie: Ärzte gegen SPD

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Berlin - Die SPD im Berliner Stadtteil Pankow forderte die Genossen auf, sich auf dem Landesparteitag gegen die Sonderstellung der Homöopathie zu stellen. Auch die Bundesregierung solle einem entsprechenden Antrag folgen. Die Antwort des Berlin Brandenburger Zentralvereins homöopathischer Ärzte (BVhÄ) ließ nicht lange auf sich warten: Homöopathie habe sich bewährt und ihre Wirksamkeit sei ausreichend nachgewiesen.

Für die Kreisdelegierten der Pankower SPD ist der Fall klar: „Homöopathische Arzneimittel müssen ihre Wirksamkeit nicht beweisen und werden dennoch von den Krankenkassen erstattet. Dieses Privileg muss abgeschafft werden“, fordert der Kreisvorsitzende Knut Lambertin. Homöopathika sollten nicht länger als Arzneimittel geführt werden, auch seien die Apothekenpflicht und die Kostenerstattung der Krankenkassen für entsprechende Präparate aufzuheben.

Durch die Erstattungen werde der Bevölkerung suggeriert, dass es sich um Arzneien mit Heilungspotenzial handle, führte Lambertin weiter aus. Dies sei eine Täuschung der Verbraucher und müsse vom Gesetzgeber unterbunden werden. Als Beispiele führte die SPD Pankow Großbritannien und Frankreich auf, wo Homöopathie 2017 beziehungsweise 2019 aus dem Leistungskatalog der öffentlichen Gesundheitssysteme verschwand.

Der BVhÄ hält in einer Stellungnahme dagegen und unterzog die Forderungen der Pankower SPD einem „Faktencheck“. Laut Umfragen wünschten sich 75 Prozent der Bevölkerung ein Miteinander von homöopathischer und konventioneller Medizin. Zudem hätten Ärzte mit der Zusatzqualifikation Homöopathie oft eine zehnjährige medizinische Ausbildung durchlaufen und sich in der Regel zum Facharzt weitergebildet.

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