Besuch in Karlsruhe

Heiligabend-Dienst: „Merci“ von der Jungen Union

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Berlin -

Danke sagen – das wollte die Junge Union (JU) in Karlsruhe gerne zu Weihnachten in der Schlossberg Apotheke im Stadtteil Wolfartsweier. Bereits seit mehreren Jahren besucht die Jugendorganisation der CDU am Heiligabend Einrichtungen oder Unternehmen, die an den Feiertagen für andere im Einsatz sind.

An diesem Heiligabend war die Apotheke von Kathrin Steinbach Anlaufpunkt, die am 24. Dezember Notdienst leistete. Die Inhaberin übernahm selbst den Dienst, damit die Mitarbeiterinnen den Abend bei ihren Familien verbringen konnten, so die JU. Dafür gab es von den Mitgliedern der JU ein kleines Dankeschön für Steinbach und auch ihr Team „für den unermüdlichen Einsatz“.

Neben dem großen Paket Schokolade nahmen sich die Jung-Unioner aber auch die Zeit für ein Gespräch mit der Apothekerin, die berichtete, vor welchen Herausforderungen die Branche derzeit steht. Das Team stehe unter einem enormen Kostendruck und kämpfe mit Lieferengpässen von Arzneimitteln, schreibt die JU. „Gerade über die Feiertage gestaltet sich die Versorgung der Patientinnen und Patienten als besonders herausfordernd, da Rücksprachen mit Ärzten nahezu unmöglich sind.“

Der Austausch sei trotz eines erhöhten Kundenaufkommens „fruchtbar“ gewesen. „Wir sind sehr dankbar, dass die Apotheken vor Ort in der Fläche verfügbar sind und auch an Sonn- und Feiertagen nicht nur für die Karlsruherinnen und Karlsruher zur Verfügung stehen. Die Ampel-Regierung im Bund muss endlich auf die Probleme der Apotheken eingehen!“, so der Vorsitzende der Karlsruher JU, Tobias Bunk.

Ein weiteres Thema war die wohnortnahe Gesundheitsversorgung im Stadtteil Wolfartsweier, da die hausärztliche Praxis vor Ort weggefallen und nun für neue Herausforderungen sorgt. Karlsruhe müsse Anreize schaffen, um sicherzustellen, dass alle Stadtteile fußläufig mit Hausärzten und Apotheken versorgt seien, so die JU.

Beim Termin dabei war auch Benedikt Bühler, der als Karlsruher Apotheker, aber auch Mitglied der Jungen Union seinen Teil zum Termin beitragen konnte. Nach den Protesten 2023 hielt er es nur für passend, den alljährlichen Heiligabend-Besuch hierhin zu verlegen. „Dieses Jahr musste es in die Apotheke gehen.“ Er freut sich, dass das die Apotheken zumindest auf kommunaler und auf Länder-Ebene endlich den Rücken gestärkt bekommen. Auch bei der Union seien „alle ziemlich wach“ bezüglich der Lage der Apotheken.

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