GKV-Leistungskatalog

Grüne: Brille wieder auf Rezept dpa, 09.05.2019 17:19 Uhr

Berlin - Die Grünen fordern, dass Brillengläser wieder für deutlich mehr Versicherte von der Kasse bezahlt werden. „Gutes Sehen darf kein Luxus sein“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nach den aktuellen Regeln müsse man fast blind sein, um Leistungen der Krankenversicherung zu bekommen.

„Wer auf eine Brille angewiesen ist, sollte Anspruch auf solidarisch getragene Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung haben.“ Zuschüsse seien aber mickrig und mit unverhältnismäßigem bürokratischem Aufwand verbunden.

In einem Antrag schlagen die Grünen vor, die Erstattungsfähigkeit für medizinisch nötige Gläser schrittweise voll wieder herzustellen, die 2004 deutlich eingeschränkt wurde. Zunächst sollten die Kassen Gläser ab fünf Dioptrien komplett bezahlen und ab zwei Dioptrien zur Hälfte.

Derzeit haben Erwachsene erst bei Kurz- oder Weitsichtigkeit von mehr als sechs Dioptrien oder von mehr als vier Dioptrien im Fall einer Hornhautverkrümmung einen Anspruch auf Kostenübernahme durch die Kasse. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre werden Gläser bis zur Höhe eines bestimmten Festbetrags erstattet, wie der GKV-Spitzenverband auf Anfrage erläuterte. Die Brillengestelle müssen aus eigener Tasche bezahlt werden.

Besonders stark belastete Empfänger von Sozialleistungen, die Kosten für Sehhilfen bisher aus dem Regelsatz „ansparen“ müssen, sollten ebenfalls sofort entlastest werden, forderte Klein-Schmeink. Geklärt werden sollte außerdem, unter welchen Bedingungen erstattungsfähige Sehhilfen nicht nur von Augenärzten verordnet werden könnten – sondern auch direkt von Optikern, wie es de facto bereits heute weit verbreitete Praxis sei. Eine Kommission beim Gesundheitsministerium solle dafür Vorschläge erarbeiten, fordern die Grünen in dem Antrag.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Versandapotheken

DocMorris & Co.: Wer gehört zu wem?»

Versandapotheken-Studie

„Die Kleinen werden aufgeben“»

Österreich

Pfizer-Manager: „Niki Lauda war mein erster Boss“»
Politik

Hauptstadtkongress

Schmidt: Krawatte nesteln statt diskutieren»

Apothekerkammer Berlin

Präsidentin und Vorstand: Weißer Rauch bei der Kammer»

Bayer

NRW-Datenschutzbeauftragte will Auskünfte über Monsanto-Listen»
Internationales

PGEU

EU-Apothekerverband fordert Honorar für Engpässe»

CVS-Projekt

Von Yogakurs bis Rollstuhl: Apotheken werden „HealthHubs“»

Protestaktion

Basel: Der Sarg vor der Apotheke»
Pharmazie

AMK-Meldung

Ebastin: Wieder ein Kennzeichnungsfehler»

Rote-Hand-Brief

Tyverb: Änderungen der Fachinformation»

Shingrix

Kasse zahlt – Impfstoff fehlt»
Panorama

Porträt

Die Apotheker Big Band»

Schwangerschaftsvitamine

Warentest: Apothekenmarken überzeugen»

Ärztestreiks

Klinikärzte und Kommunen einigen sich im Tarifstreit»
Apothekenpraxis

Cannabis

Anruf im Notdienst: Mein Dealer ist nicht da»

Arzneimittellieferung

Für 6,40 Euro: Pillentaxi übernimmt Botendienst»

Kein „Deutschlandrezept“

BMG: Apotheker müssen sich beeilen»
PTA Live

Anhörung zu PTA-Reform

#Aufschrei im BMG: PTA als „Mädels“ bezeichnet»

LABOR-Debatte

„Das ist derzeit nicht lieferbar“: Was tun?»

LABOR

AMK-Meldungen jetzt als Download»
Erkältungs-Tipps

Husten durch Schnupfen?

Post-nasal-drip-Syndrom»

Nasennebenhöhlenentzündungen

Sinusitis: Wenn die Nase dicht macht»

Fünf Tipps

Ohrentropfen richtig anwenden »
Magen-Darm & Co.

Darmflora

Mythos: Leaky-gut-Syndrom»

Schleimhautschädigung

Magengeschwür: Bohrender Schmerzbringer»

Darmbeschwerden

Obstipation: Trinken und Bewegung oft nicht ausreichend»
Kinderwunsch & Stillzeit

Allergie

Heuschnupfenmittel in der Schwangerschaft»

Wie Kate Middleton

Der Schwangerschaftsübelkeit trotzen»

Supplemente bei Kinderwunsch

Folsäure: Wieso, weshalb, warum?»