Kliniken: N1 statt kleinste Packung

, Uhr
Berlin -

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert Nachbesserungen bei den geplanten Neuregelungen zum Entlassmanagement. In einer Stellungnahme zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) fordern die Kliniken etwa, künftig statt der kleinsten eine N1-Packung verordnen dürfen. Dadurch würden die Verfügbarkeit der Präparate entscheidend verbessert und eine lückenlose Versorgung für die Patienten gesichert.

Derzeit heißt es im Gesetzentwurf, Krankenhäuser könnten „die jeweils kleinste Packung gemäß der Packungsgrößenverordnung“ verschreiben. Aus Sicht der DKG kann dies allerdings zu Problemen bei der tatsächlichen Verfügbarkeit der tatsächlich verordneten Arzneimittel in den öffentlichen Apotheken führen.

„Dies liegt daran, dass bei mehrere Wirkstoffen die kleinste Packung lediglich von einem beziehungsweise von wenigen, zum Teil auch sehr kleinen Herstellern angeboten wird“, so die DKG. Nach der vorgesehenen Regelung dürften Apotheken aber ausschließlich das Arzneimittel von diesem einen bestimmten beziehungsweise den wenigen Herstellern abgeben. Deren Packungen dürften in vielen öffentlichen Apotheken in der Regel nicht kurzfristig verfügbar sein.

Damit könnten Patienten die mit einem Entlassrezept verordneten Arzneimittel in vielen Fällen „nur mit erheblichen Verzögerungen und zusätzlichem Aufwand“ erhalten, argumentiert die DKG. Daher sollte die Verordnung nicht auf die kleinste Packung, sondern auf alle Packungen mit dem kleinsten Kennzeichen nach der Packungsgrößenverordnung (PackungsV) begrenzt sein.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank »
Mehr aus Ressort
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Karl, der Mal-sehen-wie-Große »
Streit um das Millionenprojekt
LAV-Beitrag: 50 Euro pro Monat für Gedisa »
Entschädigungsanspruch
Kein Booster, kein Geld »
Weiteres
Podcast NUR MAL SO ZUM WISSEN
Karl, der Mal-sehen-wie-Große»
Mehr Transparenz in der Lieferkette
EMA bekommt Engpass-Datenbank»
Streit um das Millionenprojekt
LAV-Beitrag: 50 Euro pro Monat für Gedisa»
Suspension und Kapseln
Sildenafil in der Pädiatrie»
„Der Betriebsablauf darf nicht gestört werden“
Angestellte abwerben: Das ist nicht erlaubt»
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern»
Dosierung, bedenkliche Stoffe, Preis
Retaxgefahr Rezeptur»
Rechtliche und pharmazeutische Aspekte
Grauzone: Abgabe von mehreren OTC-Packungen»