Präventionsgesetz

„Apotheker werden kategorisch ausgeschlossen“ Julia Pradel, 04.11.2014 14:17 Uhr

Berlin - Nach dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) den Referentenentwurf für das Präventionsgesetz vorgelegt. Für die Apotheker ist auch das zweite Reformvorhaben von Ressortchef Hermann Gröhe (CDU) nicht unbedingt erfreulich: „Wird es wie derzeit vorgesehen verabschiedet, versäumt man es, ganz wesentliche Akteure, nämlich die deutschen Apotheker, einzubeziehen“, findet Dr. Helmut Schlager, Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen der Bayerischen Apothekerkammer (WIPIG).

Namentlich tauchen die Apotheker in dem Gesetzentwurf nicht auf. Schlager kritisiert, dass zwar das richtige und wichtige Ziel beschrieben werde, die Kooperation der Versicherungsträger mit weiteren Akteuren zu verbessern. „Aber der Entwurf grenzt die Apotheker als Leistungserbringer weiterhin wissentlich oder unwissentlich aus“, so Schlager.

In dem neu gefassten Paragraphen im Sozialgesetzbuch (SGB V) heißt es, der GKV-Spitzenverband lege die Handlungsfelder und Kriterien für Leistungen fest und beziehe dabei „gesundheitswissenschaftlichen, ärztlichen, arbeitsmedizinischen, pflegerischen, ernährungs-, sport-, sucht-, erziehungs- und sozialwissenschaftlichen Sachverstand“ ein. „Hier fehlt ganz klar der 'apothekerlich-pharmazeutische' Sachverstand“, kritisiert Schlager.

Allerdings: Selbst die Ergänzung um das Adjektiv „apothekerlich“ würde das eigentliche Grundproblem aus Schlagers Sicht nicht lösen. Denn die Krankenkassen und auch der Gesetzgeber verweisen demnach immer wieder auf den GKV-Leitfaden Prävention. „Doch die Apotheker werden als Leistungserbringer durch diesen bislang kategorisch ausgeschlossen, da sie hierin nicht unter den Anbietern gelistet sind“, erklärt der WIPIG-Geschäftsführ

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