Medikationsplan: Alles nichts oder

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Berlin - Die Apotheker sollen nun doch am Medikationsplan beteiligt werden – nur über den Umfang ist noch nicht entschieden. Offen ist, ob die Pharmazeuten den Plan nur ändern oder auch erstellen dürfen und ob sie für diese Leistung honoriert werden. Am Montag soll ein entsprechender Änderungsantrag von Union und SPD zum geplanten E-Health-Gesetz verabschiedet werden. Die ABDA fährt derweil das letzte Geschütz auf.

Nachdem die Apotheker monatelang auf Granit gebissen haben, kam vor einigen Tagen Fahrt in die Sache: Am Sonntag tagte die Arbeitsgruppe Gesundheit der Unionsfraktion zum E-Health-Gesetz, am Montag folgte eine gesundheitspolitische Klausurtagung. Gestern diskutierten die Berichterstatter der Koalitionspartner, Katja Leikert (CDU) und Dirk Heidenblut (SPD), verschiedene Versionen eines möglichen Änderungsantrags zur Einbindung der Pharmazeuten.

In der vorläufigen Variante hieß es: „Auf Wunsch des Versicherten hat die Apotheke bei Abgabe eines Arzneimittels eine insoweit erforderliche Aktualisierung des Medikationsplans vorzunehmen.“ Ab 2019 soll dann jede Apotheke auf die auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeicherten Medikationsdaten zugreifen und sie aktualisieren, wenn der Patient dies wünscht.

Mit dem neuen Absatz sollen Apotheken dazu verpflichtet werden, „bei Abgabe eines Arzneimittels eine entsprechende Aktualisierung vorzunehmen, sofern der Versicherte dies wünscht“. Mit der Abgabe des Arzneimittels liege der Apotheke die Information über die Änderung der Medikation vor, heißt es in der Begründung.

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