Aufruf zur Beteiligung

Dresden: Ärzte kommen zur Demo

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Berlin -

Im Vorfeld des Protesttags hatte die Sächsische Landesapothekerkammer (SLAK) einen Solidaritätsruf an Zahnärzte- und Ärzteschaft sowie Patient:innen gerichtet und um Unterstützung gebeten. Die Interessengemeinschaft Medizin (IG Med), Partner der Freien Apothekerschaft (FA), ist diesem Aufruf gefolgt und animiert ihre Mitglieder, sich zu beteiligen. Schon im Frühjahr waren die beiden Vereine gemeinsam auf die Straße gegangen – und hatten damit die Protestwelle ausgelöst.

In ihrer Meldung zum gemeinsamen Protest gibt sich Daniela Hänel, Vorsitzende der Freien Apothekerschaft, kämpferisch: „Der Osten hat 1989 mittels friedlicher Revolution eine Regierung gestürzt. Zeigen wir nun erneut, dass wir es nicht verlernt haben.“ Nach den Protesten im Rest der Republik, habe der Verein nun „explizit nochmals um Solidarität mit unseren Partnern im Gesundheitswesen gebeten“.

Nun ruft die IG Med ihre Mitglieder ebenfalls auf, sich den Apotheker:innen auf dem Dresdener Theaterplatz am Mittwoch anzuschließen. „Es liegt an uns gemeinsam für den Erhalt der Apotheke vor Ort zu kämpfen, denn wir haben die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, Patienten und Familien“, so Hänel zu den aktuellen Protesten.

In der IG Med haben sich deutschlandweit niedergelassene Ärzt:innen aller Fachrichtungen zusammengefunden, „um den gefährlichen Entwicklungen im Gesundheitssystem der letzten Jahre Einhalt zu gebieten und würdige Bedingungen für unsere Arbeit zu erkämpfen“. Die IG Med hat sich bereits mit Aktionen, wie „Der letzte Kittel“ im Frühjahr samt Protestkarten hervorgetan. Zudem hieß es, dies sei erst der Auftakt für gemeinsam getragene Proteste im ambulanten Gesundheitswesen.

Die Marschrichtung sei klar: Man müsse gemeinsam auf die Barrikaden. Denn die Gesundheitspolitik habe den Weckruf immer noch nicht gehört, der aus allen Bereichen des ambulanten Gesundheitswesens zu ihr dringe. Also müsse man noch lauter werden. Auch zum Start der November-Proteste in Hannover zeigte sich die IG Med solidarisch und wünschte via Facebook viel Erfolg.

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