CDU-Politikerin fragt nach Homöopathie

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Berlin -

Die CDU-Politikerin Professor Dr. Claudia Schmidtke nahm den Homöopathie-Kongress in Köthen zum Anlass, ihre Follower auf Facebook nach deren Meinung zum Thema zu fragen. Knapp 30.000 Personen haben bereits abgestimmt.

Die Abstimmungsmöglichkeiten lauten „Pro Homöopathie“ und „Contra Homöopathie“. Mit Fragen wie „Was halten Sie von Homöopathie? Sollten die Krankenkassen die Kosten für homöopathische Behandlungen übernehmen? Sollte die Apothekenpflicht für homöopathische Mittel aufgehoben werden?“, gibt sie dem Publikum reichlich Grundlage zur Diskussion. Die Kommentarspalte ist mit mehr als 1400 Kommentaren gefüllt. Dass Homöopathie polarisiert, wie sie es in ihrem Beitrag schreibt, wird deutlich beim Lesen der Kommentare: Die einen sprechen deutlich für die Homöopathie aus, andere mehr als dagegen. Auch persönliche Angriffe an Schmidtke sind unter dem Post keine Seltenheit.

Im Zusammenhang mit der Umfrage werden Thesen von Befürwortern und Gegnern der Homöopathie kurz und knapp angeschnitten: „Auf der einen Seite wollen viele Menschen nicht auf sie verzichten und halten sie für eine sinnvolle Alternative zur Medizin. Die Gegenseite hält sie vor allem für ein Geschäft – ohne wissenschaftliche Evidenz. Wissenschaftlich ist in der Tat keinerlei Nutzen erwiesen. Homöopathie ist auch nicht, wie es oft geschieht, mit Naturheilkunde zu verwechseln, die in vielen Fällen sinnvoll und wirksam ist.“ Ihre eigene Meinung zum Thema Homöopathie gibt sie in diesem Post nicht bekannt.

Die Umfrage der Bundestagesabgeordneten läuft noch bis zum 29. November auf ihrer Facebook-Seite. Schmidtke ist Fachärztin für Herzchirurgie und trat 2015 der CDU bei. Ebenfalls ist sie Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages.

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