Bayern

Kammer wiederholt Rezeptur-Test

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Berlin -

Bayerischen Apothekern steht die zweite Welle von Rezepturtests durch ihre Kammer bevor. Beim ersten Mal hatten die Überprüfungen ergeben, dass fast 9 Prozent der Apotheker die Anfertigung verweigert hatten. Wann genau die Testkäufer wieder losziehen, bleibt das Geheimnis der Geschäftsstelle. Schließlich sollen die Ergebnisse nicht beeinflusst werden. „Mit den Überprüfungen wollen wir die Apotheker sensibilisieren“, sagt Kammerpräsident Thomas Benkert. Die Tests seien ein gutes Mittel um zu garantieren, dass Rezepturen zeitnah und in einer hohen Qualität angefertigt würden.

Benkert verteidigt das Vorgehen der Kammer gegen Kritik: Einige Apotheker hatten moniert, dass sie seltene und teure Zutaten für eine Rezeptur einkaufen und dann den größten Teil wegwerfen müssten. „Bei den Tests haben wir normale und gängige Rezepturen verlangt. Das waren überhaupt keine Spezialaufträge“, sagt Benkert.

Er bekennt sich zu der Politik der Transparenz: Man werde die Ergebnisse auch künftig öffentlich machen. „Wir können das nicht unter den Teppich kehren“, so Benkert. Sollten Apotheker, die beim ersten Mal die Rezepturanfertigung verweigert hatten, die Herstellung in der zweiten Testwelle erneut ablehnen, drohen ihnen laut Kammer berufsrechtliche Konsequenzen.

Als weitere Maßnahme zur Qualitätssicherung ruft Benkert die Apotheker auf, sich an den Ringversuchen des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker (ZL) zu beteiligen. So ließe sich überprüfen, ob die eigenen Rezepturen den Anforderungen entsprächen. Ist das der Fall, bestätigt das ZL das mit einem Zertifikat. „Das ist ein guter Selbsttest. So weiß jeder Apotheker, wo er steht“, sagt Benkert. Er rät Apothekern, ihren Mitarbeitern den Termin des ZL-Tests nicht zu verraten – schließlich sollten sie immer gute Arbeit leisten.

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