Krankenkassen

Barmer dementiert Bericht über Abrechnungsbetrug dpa/APOTHEKE ADHOC, 03.06.2018 15:14 Uhr

Berlin - Die Barmer GEK hat einen Bericht zurückgewiesen, sie habe in großem Stil Abrechnungsbetrug begangen. Diese Vermutung der „Bild am Sonntag“ gehöre ins „Reich der Fabeln“, erklärte Barmer-Sprecher Athanasios Drougias am Sonntag in Berlin.

Die Zeitung hatte geschrieben, dass die Barmer durch Abrechnungsbetrug bis zu 400 Millionen Euro zu viel aus dem Gesundheitsfonds erhalten haben könnte. Das gehe aus vertraulichen Akten Berliner Ermittlungsbehörden hervor. Demnach soll die Barmer bundesweit mit zehn Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zusammengearbeitet haben, um nachträglich ärztliche Diagnose-Daten zu ändern.

Mindestens in sieben Fällen habe die Barmer dafür laut Aktenlage an die KVen Geld gezahlt, berichtete die Zeitung. Bundesweit könnte der Schaden nach Informationen der Zeitung bis zu 400 Millionen Euro betragen.

Der Barmer-Sprecher erklärte: „Wahr ist: Es gab eine Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft, um die Behandlung chronisch Kranker sachgerecht zu erfassen.“ Es sei um die Klärung „offensichtlicher Dokumentationsfehler“ gegangen. Die Barmer sei gesetzlich verpflichtet, Abrechnungen auf ihre Plausibilität hin zu überprüfen. „Wir arbeiten eng und vertrauensvoll mit der Ermittlungsbehörde zusammen, um die Vorwürfe lückenlos zu entkräften.“

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