Die Helios-Kliniken wollen die Medikationssicherheit weiter verbessern und setzen dafür auf das Closed-Loop-Medication-Management (CLMM) – eine digitale Kontrolle von der Verordnung bis zur Abgabe des Arzneimittels an die Patienten. Das Verfahren soll bis 2027 in allen 80 Helios-Kliniken eingesetzt werden.
Das CLMM besteht aus vier Stufen: Am Anfang steht die digitale Verordnung, es folgt die Prüfung durch Apothekerinnen und Apotheker und schließlich die individuelle Verblisterung der Medikation. Mit diesem Unit-Dose genannten Verfahren werde das richtige Medikament in der richtigen Dosierung und für den richtigen Vergabezeitpunkt bereitgestellt, erklärt Apothekerin Annika Demuth, Leitung E-Medikation und Digitalisierung bei Helios. „Der vierte Schritt, das Scannen von Medikation und Patientenarmband am Patientenbett, ist der neue.“ Und dieser sei entscheidend.
Bislang endet die digitale Kette laut Helios an der Stationstür. Was danach passiere, sei Sorgfaltsarbeit der Pflegefachkräfte gewesen. Mit dem Bedside-Scan werde nun auch dieser letzte Meter abgesichert. Die Pflegekraft scannt am Bett das Patientenarmband am Handgelenk und den Blisterbeutel mit den Medikamenten. In derselben Sekunde gleicht das System beides mit der aktuellen Verordnung ab, warnt bei Abweichungen und dokumentiert die Gabe.
„Unit- Dose sorgt dafür, dass im Medikationsbeutel das Richtige steckt. Der digitale Bedside-Scan sorgt dafür, dass es beim Richtigen ankommt“, sagt Olaf Kannt, Head of Medical Management bei Helios. Das Konzept inklusive des Beside-Scans wird bereits in zwei Helios Kliniken eingesetzt, der Roll-out läuft in weiteren zwölf Kliniken. Bis Ende 2027 sollen alle rund 80 Helios Standorte in Deutschland angeschlossen sein.
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