Protestaktion

Apotheker schickt 2000 Briefe an Politiker

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Berlin -

Der Protest aus den Reihen der Apotheker wird lauter. Alle 620 Bundestagsabgeordnete sowie die Mitglieder der Landesparlamente erhalten in diesen Tagen Post von Apotheker Gunnar Müller. Der Inhaber der Sonnen-Apotheke in Detmold weist in seinem Klagebrief auf die aktuellen Probleme seines Berufsstandes hin. Dafür scheute er keine Mühe: Rund 2000 Abgeordnete hatte er per Post direkt angeschrieben.

 

Mit der bundesweiten Aktion moniert der Detmolder die „ausufernde Bürokratie vor allem für die Krankenkassen“, die ungleiche Behandlung von Präsenz- und Versandapotheken sowie die Vergütung. Die AMG-Novelle und die neue Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) änderten „an all diesen Misständen nichts“, heißt es in dem Schreiben.

„Jetzt mache ich Stimmung bei den Abgeordneten“, sagt Müller. Er fordere neben des Abbaus von Bürokratie unter anderem einheitliche, hohe Kriterien für den Betrieb aller Apotheken und den Erhalt wohnortnaher Standorte.

Neben der Kritik, geht es dem Apotheker insbesondere um mehr Öffentlichkeit für die Probleme der Apotheker. „Ich hoffe, dass alle Abgeordneten einmal wach werden, denn Gesundheit geht alle an“, erklärt Müller die Protestaktion.

Müller hatte nicht nur die Politiker angeschrieben. Er unterrichtete auch sämtliche Landesapothekerkammern und -verbände über sein Protestschreiben. „Die Apothekerschaft hat ein Recht darauf, dass diese Themen auch von der ABDA unterstützt werden“, forderte er. Am „Tag der Apotheke“ hatte Müller bereits auf dem Detmolder Marktplatz auf die Probleme des Berufsstandes hingewiesen.

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