ABDA: Keine Gratis-Notdienstdaten für Amazon

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Dafür greift die Anwendung auf spezielle Schnittstellen (unter Experten „API“ genannt) zurück. Über sie lassen sich die stets aktuellen Daten abrufen und auch auf anderen Webseiten, Apps oder Skills einbinden. Großer Haken: Bislang stellen nur die Apothekerkammern Nordrhein, Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein eine kostenlose Schnittstelle zur Verfügung. „Da hinken die anderen Kammern noch den Entwicklungen in der digitalen Welt hinterher“, meint Lange. „Man kann die Daten für die anderen Bundesländer auch auf verschiedenen Seiten im Internet wie etwa Aponet finden. Aber man muss sie händisch eingeben, was ein viel zu großer Aufwand wäre.“

Mitte August fragte Lange daher bei der ABDA nach, ob sie denn eine entsprechende Schnittstelle zum Abruf einer bundesweite Liste „für rein-private, nicht kommerzielle Dienste“ bereit halte. Kurz vor Launch des Skills hakte er über das Kontaktformular auf der ABDA-Seite noch einmal nach. Am 6. September antwortete die zuständige Abteilung, es gebe die Möglichkeit, einen Lizenzvertrag abzuschließen.

„Eine kostenfreie Nutzung gibt es nicht, es wird mindestens eine einmalige Grundgebühr fällig“, schrieb die zuständige Referentin. Apotheken, Kommunen oder Länder bezahlten 250 Euro. Für alle „Sonstigen“ würden mindestens 1000 Euro fällig. Sie müssten zudem „in aller Regel“ eine Monatsgebühr von 250 Euro für die weitere Nutzung entrichten.

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