4125 Rabattverträge bis Ende September

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Berlin - Bis Ende September könnten rein rechnerisch bis zu 4125 Arzneimittel-Rabattverträge mit 600 verschiedenen Wirkstoffen in diesem Jahr ausgeschrieben worden sein. Das hat Pro Generika ausgerechnet. Der Verband der Generika- und Biosimilarunternehmen kritisierte dabei, dass Rabattvertragsmodell in Deutschland Generikahersteller benachteilige.

Das hiesige Rabattvertragsmodell führe zu steigenden bürokratischen und ökonomischen Hürden für Generikaunternehmen, so die Kritik. Neben dem Zusammenstellen sicherheitsrelevanter Zertifikate und Bescheinigungen müssten zum Beispiel beim Bieten auch die unterschiedlichen IT-Voraussetzungen und IT-Zugänge der Krankenkassen und Ausschreibungsdienstleister beachtet werden, beklagte der Verband. Das sei ein „immenser Aufwand“, der bei vielen Wirkstoffen für die Unternehmen nicht mehr wirtschaftlich sei.

Als Folge warnte Pro Generika vor zunehmenden Problemen in der Versorgung mit Arzneimitteln. Ein Indiz dafür seien Lieferunfähigkeiten, die teilweise zu gravierenden Versorgungsproblemen führten. Kritisch beurteilt der Verband, dass mehr als 50 Prozent der Lose mit maximal einem Rabattpartner ausgeschrieben werden. Der Umstand, dass nur ein Unternehmen die gesamte Versorgung gewährleisten muss, verschärfe die Situation zusätzlich.

Seit nunmehr zehn Jahren müssen Apotheker ein rabattiertes Arzneimittel an Patienten abgeben, sofern für den vom Arzt verordneten Wirkstoff ein Rabattvertrag besteht. Zwar können Rabattverträge schon seit dem Jahr 2005 abgeschlossen werden, aber erst die Einführung der Abgabeverpflichtung hat dazu geführt, dass sie ihre Wirkung entfaltet haben. In der Konsequenz ist die Höhe der Rabatte kontinuierlich gestiegen und hat im Jahr 2016 mit 3,9 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht.

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