Phytotherapeutikum für Erwachsene

Weihnachtsstern: Was kann die Heilpflanze?

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Berlin -

Jeder kennt das klassische Mitbringsel in der Weihnachtszeit: den Weihnachtsstern. Doch ist die rotblättrige Pflanze nur Zierde oder stecken heilende Kräfte in dem Wolfsmilchgewächs?

Euphorbia pulcherrima lautet der lateinische Name des Weihnachtssterns. Beheimatet ist die Pflanze in den tropischen Laubwäldern Mexikos, Mittel- und Südamerikas. Erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sie sich als klassische „Weihnachtsblume“ etabliert und wurde mittels Züchtungen wohnungstauglich gemacht.

Wolfsmilchsaft im Nasenspray

Der Weihnachtsstern gehört zu der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Aus dieser Gruppe sind weitere Vetreter sehr bekannt: etwa der Kautschukbaum oder der Christusdorn. In dieser Pflanzenfamilie gibt es Arten, die auch arzneilich genutzt werden können. Der milchige Saft, der in Nordafrika vorkommenden Art Euphorbia resinifera wurde in der dortigen Volksmedizin als sanftes Abführmittel genutzt. Als Urtinktur kommt Euphorbium vor allem bei Entzündungen der oberen Atemwege zum Einsatz, beispielsweise bei Sinusitis. In dem homöopathischen Nasenspray Euphorbium wird dieser Inhaltsstoff zur Therapie der Nasennebenhöhlenentzündung genutzt.

Der Milchsaft des Weihnachtssterns kam schon damals vielseitig zum Einsatz:

  • Zur Färbung verschiedener Materialien wurden die roten Blätter genutzt.
  • Den Milchsaft setzte man zur Fiebersenkung ein.
  • Die Blätter des Christsterns sollen auch gegen zahlreiche Hautkrankheiten helfen.
  • Sie werden zu Wickeln oder Umschlägen verarbeitet und auf die betroffenen Stellen aufgelegt.
  • In früheren Zeiten wurde ein Sud aus den Blüten für Mütter zubereitet, die zu wenig Milch für das Neugeborene hatten.
  • Gleichzeitig soll der Blütensud aber auch eine milde abführende Wirkung haben.

Achtung: Der Weihnachtsstern als pflanzliche Medizin ist eher für Erwachsene empfehlenswert.

Während der Saft des Weihnachtssterns bei Menschen in zu hoher Dosis nur leichte Vergiftungserscheinungen wie Durchfall und Erbrechen hervorruft, ist er sehr giftig für viele Haustiere. Vergiftungen dieser Art führen bei Tieren nicht selten zum Tod. Vorsicht ist also geboten, wenn die Vierbeiner dazu neigen, Pflanzen anzuknabbern.

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