Teils direkt, teils über den Großhandel

Volibris-Generika kommen APOTHEKE ADHOC, 19.10.2020 07:44 Uhr

Berlin - Nach dem Patentablauf von Volibris (Ambrisentan) drängen die ersten Generikaanbieter auf den Markt. Allerdings sind die Preisunterschiede zum Original nicht riesig, weil GlaxoSmithKline (GSK) wegen Einziehung in eine Festbetragsgruppe bereits vor einem Jahr den Preis senken musste.

Volibris wurde von Gilead entwickelt, GSK vertreibt das Präparat hierzulande seit 2008 in zwei Dosierungen (5 mg, 10 mg) und Packungen à 30 Stück. Der Preis liegt nach der Festbetragsrunde im vergangenen Oktober bei 2011 beziehungs 2050 Euro; zuvor hatte der Hersteller 3700 Euro aufgerufen.

Mit 1A, Accord, Aliud, Devatis und Mylan kommen jetzt vier Generikahersteller auf den Markt. Angeboten werden dieselben Dosierungen und Packungseinheiten; die Preise liegen bei rund 1650 Euro, variieren derzeit allerdings noch – Hintergrund ist die mögliche Anrechnung von Senkungen nach Markteinführung auf den Herstellerrabatt. Mylan hat sogar 60er-Packungen im Angebot, diese kosten rund 3100 Euro.

Ambrisentan ist ein selektiver Endothelin-A-Rezeptor-Antagonist und zur Behandlung von Patienten mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH, WHO Gruppe 1) der WHO-Funktionsklassen II und III indiziert, zur Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit. Die Wirksamkeit wurde bei idiopathischer PAH (IPAH) und PAH assoziiert mit einer Bindegewebserkrankung nachgewiesen. Der Wirkstoff darf nicht angewendet werden bei Patienten mit idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF), da es hier zu respiratorischen Problemen bis hin zu Mortalitätsereignissen kommen kann. Aufgrund möglicher Leberschäden sollen Patienten regelmäig ihre Blutwerte überprüfen lassen. Auch eine Schwangerschaft muss ausgeschlossen sein. Für die Patienten gibt es eine spezielle Erinnerungskarte, die übergeben werden muss.

Weitere Medikamente gegen PAH sind das mittlerweile generische Tracleer (Bosentan, Janssen) und Opsumit (Macicentan, Janssen). Macitentan hemmt im Vergleich zu Bosentan den Endothelinrezeptor A deutlich stärker als den Endothelinrezeptor B. Eingesetzt werden außerdem die Phosphodiesterase-5-Inhibitoren Sildenafil und Tadalafil. Symptomatische Therapiemaßnahmen sind die Gabe von Sauerstoff und Diuretika.

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