Lebensmittelinfektionen

Virus-Mahlzeit gegen Salmonellen Nadine Tröbitscher, 25.01.2017 17:15 Uhr

Berlin - Auf Eiern, Hühnerfleisch, Rohmilchkäse oder vorgeschnittenem Gemüse können gefährliche Lebensmittelkeime wie Salmonellen oder Listerien zu finden sein. Der Einsatz von Viren könnte künftig Krankheitsfälle reduzieren.

In Deutschland werden pro Jahr etwa 200.000 Lebensmittelinfektionen gemeldet. Die Dunkelziffer ist weitaus höher, denn nicht jeder Erkrankte sucht einen Arzt auf. Wer sich den Magen verdirbt, kann unter Durchfällen, Erbrechen, Krämpfen oder Fieber leiden. Pathogene Keime wie Salmonellen, Listerien, Staphylococcus aureus oder Campylobacter können Ursache für die Beschwerden und eventuelle Folgeerkrankungen sein. Weltweit sterben etwa 420.000 Menschen pro Jahr an einer Lebensmittelinfektion.

Zum Einsatz gegen die Bakterien auf Lebensmitteln kommen Viren, sogenannte Bakteriophagen. Der Name leitet sich aus „Bakterion“ für Stäbchen und „Phagein“ für Fressen ab. Diese Bakterienfresser können sich nicht alleine vermehren, sondern benötigen einen Wirt – das Bakterium. In der Folge ihrer Fortpflanzung lösen sie die Bakterien auf. Während Antibiotika Bakterien vor allem in der Wachstumsphase unschädlich machen, können Phagen unabhängig von Vermehrungsphase und Wachstum Bakterien abtöten. Phagen sind überall dort zu finden, wo auch das passende Bakterium vorliegt.

Die USA, Kanada, Australien und die Schweiz setzen Phagen bereits gegen die pathogenen Keime ein. In Russland sind entsprechende Präparate in Apotheken gar frei verkäuflich. Der niederländische Hersteller Micreos rechnet mit einer Zulassung der Dekontaminationsmittel für den deutschen Markt noch in diesem Jahr.

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