Sterile Immunität als heiliger Gral

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Die Immunität nach einer Impfung fällt zumeist effizienter aus als nach einer natürlichen Infektion. Betrachtet man die Immunität, die nach der Infektion mit anderen harmloseren Coronaviren aufgebaut wird, so hält diese in zahlreichen Fällen bis zu 18 Monate an. Inwieweit dies im speziellen auf Sars-CoV-2 zutrifft, ist noch nicht geklärt.

Inwieweit die Impfstoffe auch davor schützen, den Erreger weiterzugeben, ist ebenfalls noch unklar. Was man weiß: Je höher die Antikörper-Antwort, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Erreger so schnell abgetötet wird, dass keine weiteren Personen angesteckt werden können. In Abgrenzung zur sterilen Immunität steht die klinische Immunität. Dieser Begriff beschreibt, dass eine Person über eine Antikörper- und T-Zellantwort verfügt, jedoch Symptome entwickelt. Diese fallen dann leichter aus. Ob Erkrankte mit klinischer Immunität ansteckend sind, kann aktuell noch nicht beurteilt werden.

Erneute Impfung eventuell nötig

Die Impfstoffe verfügen generell alle über eine unterschiedliche Schutzwirkung. So gab Biontech bekannt, dass der mRNA-basierte Impfstoff einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 bietet. Auch der mRNA-Impfstoff von Moderna weist laut Hersteller einen hohen Schutz von 94,5 Prozent auf. Ob und wann nachgeimpft werden muss, ist aktuell noch nicht klar. Es könnte durchaus sein, dass eine sterile Immunität nur durch regelmäßige Wiederholungen erreicht werden kann. Ob diese dann für alle Bürger wichtig ist, muss noch entschieden werden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es genügt, bestimmte Personengruppen priorisiert wiederholt zu impfen, darunter vor allem Ärzte und Pfleger.

 

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