Mit Hopfen gegen Krebs

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Berlin -

Für einige Inhaltsstoffe des Hopfens haben Wissenschaftler eine krebshemmende Wirkung nachgewiesen. Das Problem: Der menschliche Körper nimmt diese Stoffe nur in geringem Maße auf. Basierend auf den Arbeiten zweier Tübinger Krebsforscher, die unter Laborbedingungen die Pflanzenstoffe untersucht haben, wollen nun Ernährungswissenschaftler der Universität Hohenheim die Bioverfügbarkeit dieser Substanzen untersuchen und verbessern. Professor Dr. Jan Frank greift dafür zu einem Trick – nach ganz natürlichem Vorbild.

Hopfen ist einer der Grundbestandteile des Bieres – er sorgt für den leicht bitteren Geschmack und verbessert die Haltbarkeit des Getränkes. Auch als Heilpflanze wird Hopfen wegen seiner beruhigenden und schlaffördernden Wirkung seit Jahrhunderten geschätzt.

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler herausgefunden, dass bestimmte Hopfeninhaltsstoffe noch mehr können: „Hopfen enthält viele sekundäre Pflanzenstoffe, die für die Pflanze selbst eher ein Nebenprodukt darstellen. Einige dieser Sekundärstoffe können sich potenziell positiv auf die Gesundheit auswirken“, erklärt Frank.

Um diese natürlicherweise im Hopfen vorkommenden Inhaltsstoffe zu untersuchen, kooperiert der Ernährungswissenschaftler mit Kollegen von der Universitätsklinik Tübingen. Die Mediziner Dr. Christian Busch und Dr. Dr. Sascha Venturelli konnten in Laboruntersuchungen nachweisen, dass spezifische Prenylflavonoide in der Lage sind, das Immunsystem zu stimulieren und so dazu beitragen Krebszellen abzutöten. „Damit könnten diese Stoffe möglicherweise eines Tages in der Krebsprävention und ‑therapie zum Einsatz kommen“, so Venturelli.

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