Rote-Hand-Brief

Ocaliva: Differenzierte Dosierungsempfehlung APOTHEKE ADHOC, 09.02.2018 12:44 Uhr

Berlin - Risiko schwerwiegende Leberschäden: Für Ocaliva (Obeticholsäure, Intercept) gelten für Patienten mittelschwerer bis schwerer Leberfunktionseinschränkung differenzierte Dosierungsempfehlungen. Ein Rote-Hand-Brief informiert über die Einzelheiten.

Ocaliva ist zur Behandlung der primären biliären Cholangitis (PBC) auf dem Markt. Hierbei handelt es sich um eine seltene schwerwiegende Autoimmunerkrankung der Leber. Ursache sind Entzündungen der kleinen Gallenwege. Die kleinen Kanäle transportieren Galle aus der Leber in die Verdauungsorgane. Sind sie infolge der Entzündung zerstört, wird Galle nicht abtransportiert und schädigt die Leber. Folgen können Leberzirrhose oder Lebertumore sein. Betroffen sind vor allem Frauen mittleren Alters. Patienten beschreiben Abgeschlagenheit, Juckreiz, Augen- und Mundtrockenheit sowie Gelenkbeschwerden. Eine Laboruntersuchung hilft bei der Diagnose – die alkalische Phosphatase (ALP) ist bei den Patienten erhöht.

Für PBC-Patienten mit mit mittelschwerer bis schwerer Einschränkung der Leberfunktion soll vor Therapiebeginn deren Leberstatus bekannt sein, außerdem ist die Dosierung wie folgt anzupassen: Wird die Leberfunktion nach Child Plug Klassifikation in das Stadium A eingestuft, wird mit einer täglichen Anfangsdosis von einmal 5 mg begonnen. Eine Aufdosierung auf maximal einmal täglich 10 mg ist möglich, wenn bei den Betroffenen nach sechsmonatiger Behandlung keine ausreichende Verringerung der ALP und/oder des Gesamtbilirubins erreicht wurde.

Werden Patienten in Stadium B oder C eingestuft oder besteht eine dekompensierte Zirrhose, liegt die Anfangsdosis bei 5 mg einmal in der Woche. In der Folge ist eine Dosistitration auf bis zu zweimal wöchentlich 5 mg – im Abstand von drei Tagen – möglich, wenn nach einer Therapiedauer von drei Monaten die Zielparameter nicht ausreichend gesenkt wurde,. Je nach Ansprechen und Verträglichkeit ist eine Dosissteigerung auf zweimal wöchentlich 10 mg im Abstand von mindestens drei Tagen möglich.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Apothekenkooperationen

Doppelspitze für Farma-Plus»

Apothekenkosmetik

Caudalíe bei Flaconi»

Versandapotheken

So viel erwirtschaften DocMorris & Co.»
Politik

„Der Gesundheitsminister macht, was er will“

Pharmaziestudent schreibt an Kramp-Karrenbauer»

Staatsdienst

Polizei sucht Ärzte»

Kassenchef Christopher Hermann

AOK: Mr. Rabattvertrag hört auf»
Internationales

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»

Digitalisierung

Österreich: eRezept bis 2022 im ganzen Land»
Pharmazie

Therapieresistente Depression

FDA: Zulassungsempfehlung für nasales Esketamin»

Parallelimporte

Weitere Arzneimittel auf „Sperrliste“»

Schilddrüsenpräparate

L-Thyrox: Hexal bringt Kalenderpackung»
Panorama

Großhändler

Bombenfund: Alliance Nürnberg kann nicht mehr liefern»

Versandhandel

Homöopathie-Regal bei Ebay»

Urlauber willkommen

Schlafen in der Apothekerwohnung»
Apothekenpraxis

LABOR-Download

Kundenflyer: Angaben zur Blutzuckermessung»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Sicherheits-Merkmal für Apotheken»

Warenwirtschaft

Securpharm in der Lochkarten-Apotheke»
PTA Live

DKMS-Projekt

PTA bietet Kosmetikkurse für Krebspatientinnen»

Rezeptur

Isotonisierung von Augentropfen: So wird gerechnet»

Völker-Schule Osnabrück

PTA-Erfolgsquote: 100 Prozent bestanden»
Erkältungs-Tipps

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»

Aromatherapie

Ätherische Öle bei Erkältung»

Erkältung

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»