μ-Opioid-Rezeptor-Antagonist

Naldemedin bei Opioid-induzierter Obstipation APOTHEKE ADHOC, 18.12.2018 12:03 Uhr

Berlin - Obstipation zählt zu den häufigsten Nebenwirkungen im Rahmen einer Opioid-Behandlung. Demnächst könnte ein neues Arzneimittel zur Behandlung der unerwünschten Arzneimittelwirkung auf den Markt kommen. Shionogi hat für Rizmoic (Naldemedin) die Zulassungsempfehlung erhalten.

Rizmoic soll als Tablette zu 200 µg auf den Markt kommen. Indiziert ist das Arzneimittel zur Behandlung einer Opioid-induzierten Obstipation (OIC) bei erwachsenen Patienten, die zuvor mit einem Abführmittel therapiert wurden. Naldemedin ist ein peripher wirkender µ-Opioid-Rezeptor-Antagonist. Die Wirkung entfaltet sich an Geweben im Magen-Darm-Trakt ohne Opioid-Effekte auf das zentrale Nervensystem. Das Präparat vermag die spontanen Stuhlbewegungen der Betroffenen zu erhöhen.

Das Arzneimittel soll einmal täglich eingenommen werden. Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.

Die Opioid-induzierte Obstipation ist auf die Bindung der Arzneistoffe an μ-Opioid-Rezeptoren im Gastrointestinaltrakt zurückzuführen. Die OIC ist schließlich die Folge einer vermehrten Flüssigkeitsabsorption und einer verminderten Darmbewegung. Gemäß der Definition wird die OIC als Veränderung der Stuhlgewohnheiten unter einer Opioidbehandlung mit verringerter Stuhlfrequenz, Gefühl der unvollständigen Entleerung, hartem Stuhl und vermehrtem Pressen zur Entleerung bezeichnet.

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