Arzneimittelkommission

Meldungen an AMK erreichen neuen Rekord Lothar Klein, 23.02.2018 13:53 Uhr

Berlin - Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) erhielt im Jahr 2017 mehr Meldungen aus Apotheken als je zuvor. In der Berliner Geschäftsstelle gingen 9084 Spontanberichte aus 4816 verschiedenen Apotheken ein. Das waren 284 mehr als im Jahr 2014. „Die Apotheken und die AMK leisteten auch im Jahr 2017 einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit und damit der Patientensicherheit“, sagt Professor Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der AMK.

96 Prozent der Meldungen betrafen Arzneimittel. Der häufigste Grund für Beanstandungen waren Verdachtsfälle zu Qualitätsmängeln (70 Prozent), etwa Verpackungsfehler (2780 Meldungen) und galenische Mängel (1494 Meldungen). 30 Prozent aller Meldungen betrafen Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen. Hiervon bezogen sich 188 auf Nebenwirkungen aufgrund eines Arzneimittelaustausches, etwa in Folge eines Rabattvertrags. Knapp 200 Mal meldeten die Apotheken einen Verdacht auf Medikationsfehler.

Die AMK nimmt nicht nur Meldungen aus Apotheken entgegen, sondern informiert diese zudem über Maßnahmen zur Abwehr von Arzneimittelrisiken. Im Jahr 2017 veröffentlichte die AMK insgesamt 321 Nachrichten, darunter 28 Rote-Hand- und Informationsbriefe und 21 Informationen/Stellungnahmen.

Schulz: „Ich danke allen Mitarbeitern der Geschäftsstelle der AMK herzlich für ihre unermüdliche Arbeit. Denn der neue Höchststand an Meldungen bedeutet auch, dass die Belastung einen neuen Spitzenwert erreichte.“ In der Geschäftsstelle der AMK arbeiten zwei Apotheker und fünf Pharmazeutisch-technische Assistenten.

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