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Augenerkrankungen

Kaffee fördert Glaukom

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Bei Menschen, die täglich mindestens drei Tassen Kaffee trinken, erhöht sich das Risiko, ein Glaukom zu entwickeln. Vor allem Frauen sind betroffen, wie eine aktuelle Studie der Universität Harvard gezeigt hat.

Bei der Entwicklung von Grünem Star spielt der ausgeprägte Kaffeekonsum anscheinend eine wesentliche Rolle. Das sogenannte Pseudoexfoliations-Syndrom, eine Sonderform des Glaukoms, trat den Wissenschaftler zufolge bei Personen, die mindestens drei Tassen Kaffee pro Tag tranken, um 34 Prozent häufiger auf, als bei enthaltsamen Probanden.

Frauen mit einer entsprechenden erblichen Veranlagung und Kaffeevorliebe waren mit 66 Prozent am häufigsten von der Erkrankung betroffen. Das Interessante hierbei ist, dass offenbar nur Kaffee für eine Förderung des Pseudoexfoliations-Syndrom verantwortlich zu sein schien. Andere koffeinhaltige Getränke zeigten diese Auswirkung nicht.

Bereits vorab hatten die Wissenschaftler einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Grünem Star vermutet. Grund zu der Annahme lieferten frühere Untersuchungen, nach denen Erkrankungen an dem Pseudoexfoliations-Syndrom in Skandinavien besonders häufig auftreten. In Schweden, Dänemark und Norwegen wird vergleichsweise viel Kaffee getrunken.

An der Studie hatten 79.000 Frauen und 42.000 Männer aus den USA teilgenommen. Die Frauen hatten sich seit 1980 und die Männer seit 1986 bis zum Abschluss der Studie im Jahr 2008 regelmäßigen Augenuntersuchungen unterzogen. Alle Probanden hatten zum Zeitpunkt des Untersuchungsbeginns keine Anzeichen von Grünem Star. Anhand von Fragebögen ermittelte das Forscherteam Angaben zu Koffeinkonsum und Krankheitsgeschichte. Die Studie wurde im Fachjournal „Investigative Ophthalmology and Visual Science“ veröffentlicht.

 

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