Immun gegen Sars-CoV-2: Auf IL-33 kommt es an

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Berlin - Die Immunität gegen Sars-CoV-2 stellt einen wichtigen Teil der Pandemie-Bekämpfung dar. Es ist daher wichtig zu verstehen, wie genau das Immunsystem auf Sars-CoV-2 reagiert und in welcher Form sich ein Immunschutz durch eine Infektion aufbaut. Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik haben gemeinsam mit einem Team der Uniklinik Freiburg die Immunität von Covid-Genesenen untersucht. Dabei sind sie auf neue Erkenntnisse gestoßen.

Die Mediziner:innen und Immunolog:innen hatten sich bereits früh für ihre Forschungen zusammengefunden. „Wir haben mit dieser Studie bereits in einer sehr frühen Phase der Pandemie im Jahr 2020 begonnen, als noch sehr wenig über die Immunantwort nach einer überstandenen Infektion bekannt war“, erklärt Erika Pearce, Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik. Nun konnte das Team herausfinden, dass neben Antikörpern und T-Zellen auch das Interleukin-33 (IL-33) eine wichtige Rolle bei der Immunität gegen Sars-CoV-2 spielt. Dieser Zusammenhang war bislang nicht bekannt.

Beim IL-33 handelt es sich um ein körpereigenes Zytokin – einen Botenstoff, der bei einem Zweitkontakt mit dem Virus als Alarmgeber fungiert und dem Immunsystem Gefahr signalisiert. Bei einer Infektion wird im Körper eine komplexe Immunantwort ausgelöst, die eine künftige Reinfektion verhindern soll: Neben Antikörper-produzierenden B-Zellen sind dafür auch die Gedächtnis-T-Zellen wichtig.

Hohe Antikörperspiegel ermittelt

Im Zuge ihrer Studie untersuchte das Team die Blutproben von mehr als 150 Covid-Genesenen. Zum einen entdeckten die Forscher:innen, dass es bei den Patienten zu hohen Antikörperspiegeln kam, die auch nach zwei Monaten noch anhielten. „Wir fanden das sehr ermutigend, aber wollten auch besser verstehen, wie das Immunsystem wirklich auf eine zweite Begegnung mit dem Virus reagieren würde“, erklärt Petya Apostolova. Also brachte das Team die Blutzellen der Patienten mit dem Virus in Kontakt: Es zeigte sich, dass die Gedächtnis-T-Zellen schnell auf die Proteine reagierten und die Immunreaktion in Gang setzten.

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