Selbstreinigungskräfte der Atemwege

Gelomyrtol-Studie mit Corona-Patienten

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Berlin -

Verschiedene Mittel aus der Sichtwahl werden unterstützend gegen Corona empfohlen – in der Regel, weil sie allgemein gegen Viren wirksam sind. Pohl-Boskamp startet jetzt eine Studie mit ELOM-080, dem Wirkstoff von Gelomyrtol forte. Sollte bei Covid-19-Patienten ein Effekt nachgewiesen werden, könnte die Ergebnisse aut Hersteller für die häusliche Behandlung von Patienten von hoher Relevanz sein.

Pohl-Boskamp plant eine multizentrische, placebokontrollierte Studie, an der sich mehrere deutsche Universitätskliniken beteiligen. Die Covari-Studie soll die Frage beantworten, ob sich der Krankheitsverlauf der mit Sars-CoV-2 infizierten Patienten durch den Einsatz von ELOM-080 verbessern lässt. Untersucht wird dabei der Verlauf von schwer erkrankten, sauerstoffpflichtigen Covid-19-Patienten, die im Krankenhaus auf der Isolierstation behandelt werden. Die letzte erforderliche Genehmigung wurde erteilt, so dass jetzt Patienten eingeschlossen werden können.

Aktuell werden die hospitalisierten Covid-19-Patienten vorwiegend mit dem antiviralen Wirkstoff Remdesivir und dem entzündungshemmenden Präparat Dexamethason behandelt. Ergänzend zu dieser Therapie soll geprüft werden, ob sich der Krankheitsverlauf durch die medikamentöse Unterstützung der Selbstreinigungskräfte der Atemwege verbessern und verkürzen lässt.

„Mit ELOM-080 wird in der Covari-Studie ein Destillat untersucht, das als einziges pflanzliches Arzneimittel seit Jahrzehnten zur Behandlung sowohl von Bronchitis als auch Sinusitis in ärztlichen Leitlinien empfohlen wird", kommentiert Firmenchefin Marianne Boskamp. Das Phytotherapeutikum verbessere den natürlichen Schutz- und Reinigungsmechanismus bis in die tiefen Atemwege, die Aktivität der Flimmerhärchen werde deutlich gesteigert. Außerdem werde der Schleim verflüssigt, dadurch werde das Sekret mit anhaftenden Bakterien und Viren schneller abtransportiert.

Nach wie vor stelle sich die Frage, wie Covid-19-Patienten therapiert werden könnten – insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch bei Patienten mit einem milden Verlauf Langzeitschäden durch das Coronavirus zurückbleiben können. „Während die Wissenschaft sich bisher vorwiegend auf die Entwicklung eines Impfstoffs oder eine antivirale Therapie fokussiert hat, stellt die Behandlung der an Covid-19-Erkrankten die Ärzteschaft vor Herausforderungen. Wir hoffen durch die Studienergebnisse den Ärzten und Patienten mit Gelomyrtol forte eine zusätzliche Therapie zur Verfügung stellen zu können", so Boskamp.

Erst vor kurzem hatte Pohl-Boskamp seine Werbung für Gelomyrtol unter das Motto „Lüfte Deine Lunge“ gestartet. In Corona-Pandemiezeiten sei die Gesundheit von Lunge und Atemwegen wichtiger denn je, hieß es. Der TV-Spot läuft im Vorabendprogramm von ARD und ZDF und wird unterstützt durch entsprechende Anzeigen.

Coronaviren sind der Medizin seit vielen Jahren bekannt und wurden bereits Mitte der 1960er Jahre identifiziert. Atemwegsinfekte, ausgelöst von den bisher bekannten Coronaviren, sind laut Pohl-Boskamp mit etablierten Medikamenten nachweislich sehr gut therapierbar.

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