Arzneimitteltherapie

Barcode gegen Medikationsfehler

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Nebenwirkungen, falsche Arzneimittel und nicht korrekte Dosierungen - Fehler, die bei Patienten im Krankenhaus bei der medikamentösen Therapie auftreten, können mit Hilfe eines Barcode-Systems reduziert werden. Das geht aus einer Studie amerikanischer Wissenschaftler hervor, die im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurde.

Für die Untersuchung wurden sowohl Armbänder als auch Medikamente der Patienten eines Bostoner Krankenhauses mit einem Barcode versehen. Vor der Einnahme von Arzneimitteln konnten die Krankenschwestern jeweils prüfen, ob Patient und Medikament zusammen gehören. Die jeweiligen Fehlerquellen wurden vor und nach der Implementierung des Barcodes untersucht. Insgesamt 14.000 Arzneimittel-Applikationen und mehr als 3000 Bestellungen wurden für die Studie ausgewertet.

Der Untersuchung zufolge konnten potenzielle Nebenwirkungen nach Aufbringen des Strichcodes halbiert werden: Lag die Rate für unerwünschte Wirkungen zuvor bei 3,1 Prozent, reduzierte sie sich nach der Kennzeichnung auf 1,6 Prozent. Das Problem der Fehldosierung wurde durch das vorherige Überprüfen um 42 Prozent, die Einnahme gar nicht verordneter Arzneimittel um 61 Prozent verringert. Der Strichcode beeinflusste zudem den Einnahmezeitpunkt: Das Risiko, ein Medikament zur falschen Zeit einzunehmen, konnte um 27 Prozent gesenkt werden.

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