Prävention

Spahn macht Druck bei Darmkrebsvorsorge dpa, 14.05.2018 13:02 Uhr

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will erreichen, dass durch Masseneinladungen möglichst schnell mehr Männer und Frauen zur Darmkrebsvorsorge bewegt werden. Zu dem geplanten Verfahren sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in Berlin: „Im Laufe des Jahres müssen die entsprechenden Entscheidungen auf den Weg gebracht werden.“ Spahn war einer der Redner bei der Verleihung der Felix Burda Awards zur Darmkrebsprävention.

2013 hatte sich der Bundestag im Krebsfrüherkennungsgesetz auf ein Screening-Programm festgelegt. Doch die Umsetzung ist um Jahre in Verzug, weil der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) darüber nicht entscheidet. Spahn sagte, es müsse zügig festgelegt werden, wer wann und unter welchen Bedingungen eine Einladung erhalte.

Ab 50 beziehungsweise 55 Jahren haben Versicherte einen Anspruch auf Vorsorge-Untersuchungen, die die Krankenkasse bezahlt. Experten beklagen jedoch, dass in Deutschland zu wenige Menschen an den Tests teilnehmen. Gezielte Anschreiben sollen mehr Männer und Frauen dazu animieren. Darmkrebs ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland. Mehrere tausend Todesfälle pro Jahr könnten durch verbesserte Vorsorge verhindert werden, schätzen Fachleute.

Spahn erzählte bei der Gala im Hotel Adlon auch, dass er seinen heutigen Ehemann Daniel Funke bei einer früheren Felix Burda Gala getroffen hatte: „Wir haben uns hier exakt vor fünf Jahren kennengelernt“, sagte er.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema