Geschenkboxen vom Apotheker | APOTHEKE ADHOC
Schwäbisch Gmünd

Geschenkboxen vom Apotheker

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Berlin -

Claus Biechele stammt aus einer Apothekerfamilie. Sein Weg schien vorgezeichnet: Nach dem Abitur begann er wie seine Schwester ein Pharmaziestudium. Bevor er die Apotheke seiner Mutter übernahm, absolvierte er jedoch eine Schauspielausbildung und war als Musical-Darsteller und im Fernsehen zu sehen. Ende des Jahres gründete er die Firma „Me time box“, die Geschenkboxen verschickt. Zu Muttertag musste auch sein Apothekenteam mit anpacken.

Biechele ist geschäftig: Der Pharmazeut hat 2008 die Apotheke am Prediger in Schwäbisch Gmünd von seiner Mutter Monika übernommen. Der 40-Jährige ist auch für die Vermarktung der hauseigenen Kosmetik „Dr. Biechele“ verantwortlich, die sein Vater Dr. Werner Biechele in den 1970er Jahren entwickelte. Die 20 Produkte werden in der Apotheke hergestellt und über die Versandapotheke Apo-ABC verschickt.

Zu Muttertag ist in der Apotheke besonders viel los. Nicht nur Kosmetik ist ein gefragtes Geschenk. Auch die Geschenkboxen „Me time“ werden öfter bestellt. Biechele gründete im November gemeinsam mit Schirin Kazemi das Unternehmen, das sich auf den Versand von Paketen mit Produkten für eine persönliche Auszeit spezialisiert hat.

Die Boxen sollten für den Empfänger „eine Auszeit für zu Hause“ sein, so Biechele. Die Pakete enthalten je nach Thema – Glücksmomente, Sporty, Baderausch, Feinschmecker – Süßgkeiten, Bücher, Getränke, Sportgeräte und Kosmetik. Die Preise liegen bei rund 30 Euro. Die Pakete können mit einem persönlichen Gruß versehen werden und sind auch als Abo erhältlich.

Normalerweise packt und verschickt der Apotheker die Boxen gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin. „Vor Weihnachten oder Muttertag helfen meine Mitarbeiter mit.“ Zunächst lagen auch Probepackungen von Weleda bei. Doch Biechele entschied sich, nur noch Verkaufsware beizulegen. „Wir wollen keine Glossybox verschicken.“ Seit November seien rund 800 Boxen bestellt worden.

Biechele und Kazemi kennen sich von der Schauspielerei. Nach dem dritten Staatsexamen entschied sich der Baden-Württemberger für einen anderen Berufsweg. „Ich habe damals gedacht, das kann es nicht gewesen sein.“ 2001 wurde er in Stuttgart an der Schauspielschule angenommen. Seitdem war er im Musical „Schuh des Manitu“ als Ranger zu sehen, spielte in mehreren TV-Serien mit – zuletzt in der RTL-Soap „Unter uns“. Außerdem war er als Model, Sänger und als Darsteller in Fernsehspots tätig.

Im Schnitt dreht Biechele etwa zehn Tage pro Jahr. „Ich habe tolle Angebote, aber mir fehlt die Zeit.“ Die Arbeit als Apotheker will er dennoch nicht missen: „Das ist ein schöner Beruf, der sich jedoch leider selber abschafft.“ Die Tätigkeit sei zu stark reglementiert. „Wir dürfen nichts mehr.“

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