"Pille danach" als Weihnachtsgeschenk

, Uhr

Berlin -

In Großbritannien ist eine Debatte um die kostenlose Zusendung der „Pille danach“ entflammt. Zur Sicherheit sollten sich Frauen für die Weihnachtszeit mit der Pille eindecken, rät die staatliche Schwangerschaftsberatung BPAS auf seiner Internetseite, wo das Medikament bestellt werden kann. Nach einer kurzen telefonischen Beratung wird den Patientinnen die Pille „Levonelle“ (Levonorgestrel) von Bayer gratis nach Hause geschickt.

Die Organisation, die für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS auch Abtreibungen vornimmt, hatte kürzlich eine Werbekampagne gestartet. Auf der Webseite SantaComes („Der Weihnachtsmann kommt“) können Frauen die Pille mittels Online-Formular bestellen. Danach ruft eine Krankenschwester zurück – vor allem um unter 16-Jährige zu identifizieren.

Spricht nichts dagegen, verschickt BPAS ein Paket mit Kondomen, einer Info-Broschüre und der Pille Levonelle. Sie soll bis zu 72 Stunden nach ungeschütztem Sex einen Eisprung oder die Einnistung verhindern. Sie ist in Großbritannien nicht verschreibungspflichtig und kostet gut 25 Britische Pfund (30 Euro).

Die Kritik mehrerer Patientenschutzverbände und Politiker wies BPAS als „weltfremd“ zurück: „Es ist eine Tatsache, dass wir im Januar mehr Frauen mit einer ungewollten Schwangerschaft erleben als zu jeder anderen Jahreszeit“, hieß es. Da außerdem über die Feiertage Apotheken und Drogerien geschlossen seien, sei es nützlich, die „Pille danach“ vorrätig zu haben.

Das Angebot hat sich inzwischen als so beliebt herausgestellt, dass BPAS kurz nach dem Freischalten der Seite verkünden musste, mit dem Verschicken bis Weihnachten womöglich nicht mehr hinterherzukommen.

 

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Liebe Nutzerin, lieber Nutzer,

eigentlich sollten hier die Kommentare zum Artikel stehen.
Leider funktioneren die Kommentare seit ein paar Tagen nicht mehr für manche Nutzer und Sie scheinen leider zu diesen zu gehören.
Bitte versuchen Sie, alle Cookies von apotheke-adhoc zu löschen. Die Kommentare sollten anschließend wieder angezeigt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, einen anderen Browser zu verwenden.
Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie bitte unser Kontaktformular und schicken Sie uns Informationen über Ihr Betriebssystem und den verwendeten Browser, damit wir Ihnen weiterhelfen können.

Eine Anleitung, wie Sie Ihre Cookies löschen können, finden Sie z.B. hier.

Neuere Artikel zum Thema

Weiteres
Apotheker baut Botendienst massiv aus
Doppeltour als E-Rezept-Vorbereitung»
Herausforderung Taxation
E-Rezepte im Krankenhaus»
Wie soll es funktionieren?
FAQ: Die PTA und das E-Rezept»
Behörde scheitert mit Eil-Anordnung
Katerfly bleibt im Handel»