Erkältungssalben fallen bei Öko-Test durch

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Berlin - Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat sich in seiner aktuellen Ausgabe Erkältungsbalsame vorgenommen – mit vernichtendem Ergebnis: Von 20 getesteten Produkten erhielten nur eines die Bestnote, acht fielen mit dem Urteil „ungenügend“ oder „mangelhaft“ durch. Die Tester kritisierten besonders Inhaltsstoffe mit ungünstigem Nutzen-Risiken-Verhältnis oder potenziell allergener Wirkung und „die zu bunte Mischung ätherischer Öle“.

Lediglich ein Arzneimittel – Soledum Balsam 15 % Lösung (Cassella med) – erhielt das Urteil „sehr gut“. Auch die Note 2 konnte nur einmal vergeben werden: an Gelo Durat-Salbe (Pohl-Boskamp).

Sechs Präparate erhielten lediglich ein „befriedigend“, weitere vier nur das Urteil „ausreichend“. Im Mittelfeld lagen unter anderem die Erkältungssalben Bronchoforton (Winthrop), Grippostad (Stada), Broncholind und Tiger Balm Weiss (beide Klosterfrau), Pinimenthol (Spitzner), Transpulmin (Meda) und Wick VapoRub (Wick).

Zwei Präparate erhielten nur die Note 5, darunter Eucabal-Balsam S von Esparma. Öko-Test kritisiert, dass der Balsam schon zur Anwendung bei Säuglingen ab sechs Monaten gedacht ist. Aus Sicht der Autoren stellen stark riechende Substanzen allerdings eine „Gefahr für die Kleinen“ dar, da sie zu einem Kehlkopfkrampf und Atemstillstand führen könnten. Punktabzug gab es außerdem, weil laut Öko-Test mehr als 100 mg/kg des in Nadelholzölen enthaltenen Allergens Delta-3-Caren nachweisbar waren.

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