Pharmakonzerne

Novartis kauft CellforCure

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Berlin -

Novartis kauft das französische Unternehmen CellforCure. Dieses ist im Bereich Zell- und Gentherapien tätig.

Der Basler Konzern will seine Zell- und Genproduktion weiter stärken. Finanzielle Angaben zur Transaktion wurden nicht gemacht. Sie soll in der ersten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen werden. Novartis lässt seine CAR-T-Zelltherapie Kymriah (Tisagenlecleucel) bereits von CellforCure produzieren. Das Herstellungsverfahren hatte der Konzern am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig etabliert.

Kymriah wurde im Sommer zugelassen, die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hatte die Gentherapie im Prime-Verfahren bewertet. Das Arzneimittel ist für die Behandlung der die B-Zellen betreffenden akuten lymphatischen Leukämie (ALL) bei Kindern und jungen Erwachsenen sowie des diffusen großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) bei Erwachsenen zugelassen. ALL und DLBLC sind bestimmte Arten von Non-Hodgkin-Lymphomen (NHL). Das DLBCL ist mit drei von fünf Fällen das häufigste aggressive NHL. Die Gentherapie hat bereits seit 2014 den Status Orphan Drug und wird als Infusionsdispersion auf den Markt kommen.

Das Gentherapeutikum wird individuell auf den einzelnen Patienten maßgeschneidert. Es handelt sich um eine chimäre Antigenrezeptor (CAR)-T-Zelltherapie, für die die T-Zellen des Patienten zunächst gesammelt und anschließend mittels Gentechnik so modifiziert werden, das diese ein neues Gen enthalten, das Lymphomzellen angreift und tötet. Nach der Modifizierung wird die individuelle CD19-gesteuerte, genetisch modifizierte autologe T-Zell-Immuntherapie den Betroffenen verabreicht. In den USA kostet die Behandlung 475.000 US-Dollar, in der EU hieß es, man werde mit den jeweiligen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten, um eine faire, wertbasierte Preisgestaltung zu finden.

Gentherapien sollen Novartis Umsatzwachstum bringen. Erst im November hatte der Konzern von der EU-Kommission die Zulassung für die Gen-Therapie Luxturna zur Behandlung einer seltenen Form von vererbbarem Sehverlust erhalten. In Morris Plains, New Jersey, und Stein in der Schweiz baut Novartis derzeit an eigenen Produktionsstätten.

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