„Nehmen Sie den Apotheker!“

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Berlin - Im Programm der Münchnerin Kabarettistin Barbara Weinzierl wird improvisiert – und auch das Publikum einbezogen. Bei ihrem Auftritt im Wittstocker Kino hat es den Apotheker Bernd Viesteg erwischt. Mit einem rosa-roten Quietsche-Schweinchen in der Hand musste er beweisen, dass auch Apotheker Humor haben.

Bei ihrem Programm setzt die 59-jährige gebürtige Österreicherin an vielen Stellen auf Improvisation und bezieht das Publikum mit ein. So ließ sie die Zuschauer in der Pause ausgedachte Krankheiten und lustige Begriffe auf Zettel schreiben, die sie dann in ihr Spiel mit einfließen ließ. Als Chinesin sinnierte sie erst auf Deutsch, dann auf Chinesisch über Krankheiten wie „Schuffleritis“ oder „Polykotzeritis“, die, wenn sie einmal in Europa bekannt seien, auch schnell in Fernost im Trend liegen würden. Das Zeichen zum Sprachwechsel gab Assistentin Anastasia.

Regelmäßig holt sie außerdem einen Zuschauer auf die Bühne, um aus dem Stegreif humorvoll und pointiert über sein vermeintliches Leben zu erzählen. In Wittstock hat es Viesteg erwischt. Der Inhaber der Löwen- und Sonnen-Apotheke in Wittstock saß eigentlich in der zweiten Reihe und damit in der vermeintlich sicheren Zone – werden doch vor allem die Zuschauer in der ersten Reihe von Künstlern angesprochen und manchmal eben auch auf die Bühne geholt.

Als Weinzierl jedoch Ausschau nach ihrem nächsten „Opfer“ hielt, rief eine befreundete Unternehmerin: „Nehmen Sie den Apotheker!“ Ruck, zuck fand sich Viesteg auf der Bühne mit einem rosa-roten Quietsche-Schweinchen in der Hand wieder. Während die Kabarettistin über sein Leben als Apotheker erzählte, sollte er bei Unwahrheiten das Gummischwein quietschen lassen, das er aber kaum gebrauchte. Ist es also etwa wahr, dass er jeden Morgen von einem Chauffeur in die Apotheke gebracht wird und drei Frauen Zuhause hat? „Das war natürlich eine äußerst abstruse Geschichte, da wusste ich gar nicht, wo ich mit dem Quietschen anfangen und aufhören sollte“, winkt Viesteg im Nachhinein schmunzelnd ab. „Die Geschichte war auch nicht unbedingt auf Apotheker maßgeschneidert und hätte für viele Berufe gepasst.“

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