Kein Rückgang bei HIV-Neuinfektionen

, Uhr aktualisiert am 09.11.2015 15:10 Uhr

Berlin - Medikamente und Aufklärung machen sich kaum bemerkbar: Die Zahl der HIV-Neuinfektionen bleibt nach jüngsten Schätzungen unverändert. Das hat mehrere Gründe.

Etwa 3200 Menschen haben sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr mit HIV angesteckt. Damit ist die Zahl der Neuinfektionen trotz Aufklärungskampagnen und Medikamenten seit 2006 nahezu unverändert, wie das RKI mitteilte.

Dabei stieg der Anteil der Infizierten, die Medikamente nehmen und dadurch in der Regel kaum noch ansteckend sind, in den vergangenen Jahren. „Dieser positive Effekt und die bisherigen Präventionsanstrengungen haben aber bislang nicht ausgereicht“, sagte RKI-Präsident Professor Dr. Lothar Wieler.

Die RKI-Schätzung beruht auf Modellrechnungen, denn HIV wird oft erst Jahre nach der Infektion festgestellt. Die Zahl der Neuinfektionen bei heterosexuellen Menschen ist demnach sogar leicht steigend. Die meisten Betroffenen sind allerdings Männer, die Sex mit anderen Männern haben – wenngleich die Zahl neuer Infektionen in dieser Gruppe in den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen ist.
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