„Jerusalema“-Challenge: Warner fordert Lizenzgebühren

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Berlin - Bei der Jerusalema-Challenge haben nicht nur Polizei, Krankenhäuser und sogar Klöster mitgemacht, sondern auch zahlreiche Apotheken. Mit dem Tanz und den dazu geteilten Musikvideos wollten sich die Menschen in der Corona-Pandemie gegenseitig Mut machen. Doch aufgepasst: Wegen der Nutzung des Songs können nachträglich Lizenzgebühren anfallen.

Laut einem Bericht von Focus Online haben viele deutsche Dienststellen der tanzenden Polizisten und Feuerwehrleute Post vom Musikkonzern Warner erhalten, bei dem der Künstler Master KG unter Vertrag steht. Auch Privatunternehmen sollen demnach von Warner darauf hingewiesen werden, dass für die kommerzielle Nutzung des Songs „Jerusalema” Gebühren fällig würden.

Gegenüber dem Focus erklärte Warner laut Bericht: „Wir lieben die Tatsache, dass die Fans hinter ‚Jerusalema‘ stehen. Aber wenn Organisationen in Deutschland den Song nutzen, um sich selbst zu promoten, sollten sie sich unserer Meinung nach eine Synchronisationslizenz sichern.“ In einigen Fällen habe man sich an die Organisationen gewandt, um mit ihnen über eine Lizenzierung zu sprechen. Die jeweiligen Umstände seien berücksichtigt worden. Dem Focus zufolge hat etwa das NRW-Innenministerium die Forderungen in Bezug auf verschiedene Polizeidienststellen schon beglichen.

Zum eingängigen Song „Jersualema“ von Master KG und Nomcebo Zikode tanzen Menschen mit gleichen Bewegungen in Hinterhöfen, Quarantäne-Unterkünften, Kirchen, Slums, Krankenhäusern und auf Parkplätzen. Angestoßen wurde der Hype durch eine belgische Klinik, die mit dem Tanzvideo auf die steigenden Infektionszahlen im Land hinweisen wollte.

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