Sechsstelliger Sachschaden

Brennender Pizzatruck zerstört Apotheke

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Berlin -

Ein brennender Foodtruck zerstörte in der Nacht zum 1. Juli auch Teile eines angrenzenden Supermarkts. In dem Gebäude befindet sich die Farma-Plus-Apotheke von Mehmet Karabulut. Der Inhaber muss nun einen Sachschaden in sechsstelliger Höhe verkraften.

Gegen 3.20 Uhr fing ein Pizzawagen auf dem Parkplatz des Edeka-Marktes Endt in Wegberg an zu brennen. Ein Alarm, der etwa zehn Minuten später auf seinem Handy ertönte, weckte Karabulut auf. „Ich ging zunächst von einem Fehlalarm aus, das passiert ab und zu“, erklärt er. „Manchmal ist der Akku alle, deswegen habe ich mir, nachdem ich die Überwachungskameras kontrolliert habe, keine Sorgen gemacht.“ Auf den Bildern seien keine Menschen oder ungewöhnliche Dinge zu sehen gewesen.

Plötzlich Feuerwehr im Raum

Etwa 30 Minuten später klingelte jedoch sein Telefon. „Die Polizei war dran, ich sollte schnellstmöglich zur Apotheke kommen“, so Karabulut. „Das Schaufenster war zerschlagen und die Beamten mussten die Tür aufbrechen“, schildert er die nächtliche Situation. „Die ganze Offizin war voller Rauch, aber direkt in der Apotheke hat es Gott sei Dank nicht gebrannt“, so der Inhaber.

Vor Ort erfuhr er, dass kein Mensch zu Schaden gekommen sei. „Besonders froh bin ich, dass wir keinen Notdienst hatten. Denn wenn man in der Nacht schläft und das Feuer nicht bemerkt, will ich mir nicht ausdenken, was hätte passieren können“, so Karabulut. „Das war Glück im Unglück und nur ein materieller Schaden.“

Erst kürzlich saniert

Nach dem ersten Schock musste Karabulut jedoch das Ausmaß der Situation feststellen. „Wir haben erst vor sechs Wochen umfangreiche Sanierungsarbeiten abgeschlossen“, erklärt er. Die Verkaufsräume waren modernisiert und das Warenlager intensiv aufgefüllt worden. „Vor zwei Wochen waren wir dann mit allen Arbeiten, wie dem Einräumen der Sicht- und Freiwahl fertig.“ Er sei dafür bekannt, der Kundschaft ein besonders großes Sortiment anzubieten.

Die Schaufensterscheibe der Farma-plus-Apotheke wurde eingeschlagen.Foto: farma-plus Apotheke Wegberg

Der Rauch des Feuers habe jedoch viel zerstört. „Vor allem der Ruß und die feinen Partikel haben große Schäden angerichtet“, beklagt er. „Zunächst dachte ich, wir können alles abwischen und säubern und dann weiterverkaufen.“ Aber die Feinstaubbelastung könnte zu groß sein. „Wir haben bereits ein Labor zur Prüfung der Ware beauftragt und warten noch auf die Ergebnisse“, so Karabulut. Am Morgen nach dem Brand konnte er bereits eine Sanierungsfirma für die Räume beauftragen.

Sechsstelliger Schaden

„Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern haben wir zahlreiche Arzneimittel und Produkte aus der Sicht- und Freiwahl geräumt.“ So seien etwa 150 Umzugskartons mit kontaminierten Waren gepackt worden. „Es wurde jeder Karton nummeriert, damit man, falls es wieder eingeräumt werden darf, schnell die Ordnung wieder herstellen kann“, erklärt Karabulut. Momentan sei die Apotheke wie leergefegt. „Es stehen nur zwei Kassen und die leeren Regale darin.“

Der entstandene Schaden ist sehr hoch: „Nach ersten vorsichtigen Schätzungen beläuft sich dieser auf einen sechsstelligen Betrag; je nachdem was das Labor am Ende sagt. Wenn wir die Ware entsorgen müssen, wäre das wirklich bitter.“ Auch ob die Versicherung für den Schaden aufkommt, ist noch nicht abschließend geklärt.

Kundschaft gibt Kraft

Trotz der Katastrophe bleibt Karabulut zuversichtlich. „Die Versorgung der Kunden hat oberste Priorität“, macht er klar. „Zerstörte Medikamente haben wir bereits nachbestellt. Außerdem wurden unsere Botenfahrten von bislang zwei auf vier Touren täglich ausgeweitet“, schildert er die Maßnahmen. „So können wir unsere Kunden kurzfristig mit allem versorgen, was sie benötigen“, erklärt er.

„Bis die Apotheke erneut vollständig saniert ist, werden noch einige Wochen vergehen.“ Aufgeben kommt für ihn nicht infrage. „Besonders die große Anteilnahme unserer Kundschaft gibt meinem Team und mir Kraft. Sie spenden uns so viel Mitgefühl“, freut sich Karabulut. „Mein Team und ich sind hochmotiviert, den ursprünglichen Zustand der Apotheke bald wieder herzustellen.“

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