Frühchennahrung

Frauenmilchbanken immer beliebter dpa, 21.09.2016 14:17 Uhr

Greifswald/Berlin - Frühchen gedeihen Studien zufolge besser, wenn sie Muttermilch erhalten. Doch nicht alle Mütter können stillen. Ein alter Trend erlebt wieder Aufwind: Frauenmilchbanken. Der Bedarf nach Frauenmilch gerade in den Frühgeborenenzentren ist größer als das Angebot.

Dass das Stillen die beste Ernährung für Neugeborene ist, darüber besteht in breiten Teilen der Gesellschaft inzwischen Konsens. Mit der Besinnung auf die Vorteile des Brustgebens erlebt inzwischen auch ein weiterer Trend wieder Aufwind: Das Verfüttern von Frauenmilch an fremde Babys.

Nach einer Schließungswelle in den 1970er bis 1990er Jahren entstehen vor allem an den hoch spezialisierten Frühgeborenenzentren wieder Frauenmilchbanken. Nach Angaben der European Milk Bank Association (Emba) arbeiten in Deutschland aktuell 15, davon 13 in den neuen Ländern. Auch in Westdeutschland, wo alle Milchbanken bis 1972 dicht machten, sind inzwischen wieder zwei aktiv – in München und in Dortmund. Trotz des Positivtrends liegt Deutschland damit dennoch im Mittelfeld, hinter Frankreich, Italien, Schweden oder Finnland.

Die Idee, Babys Milch fremder Mütter zu geben, ist nicht neu: Vor mehr als 100 Jahren – im Jahr 1909 – wurde die erste Frauenmilchstelle in Wien eingerichtet. Obwohl sich die künstliche Säuglingsnahrung schon damals verbreitete, waren viele Kinderärzte davon überzeugt, dass Muttermilch die beste Ernährung gerade für kranke Säuglinge und Frühgeborene sei, sagt die Neubrandenburger Still- und Laktationsberaterin Vera Risy, die zur Geschichte der Frauenmilchsammelstellen recherchierte.

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