Stillzeit

Experte warnt vor Muttermilchbörse dpa, 05.02.2014 14:00 Uhr

Berlin - Die erste private Muttermilchbörse ist an den Start gegangen. Frauen sollen dort die Möglichkeit haben, nach Muttermilch zu suchen oder ihre eigene anzubieten – beispielsweise, weil ihr Baby nicht genug trinkt. Experten bemängeln, dass das System einige Lücken aufweist.

Wollen Frauen ihr Baby mit der Milch einer anderen Mutter füttern, gehen sie damit eine Reihe von Risiken ein: „Milch ist eine Körperflüssigkeit, und da kann immer etwas drin sein, was nicht drin sein soll“, erklärt Professor Dr. Klaus Vetter. Er ist Gynäkologe und Sprecher der Nationalen Stillkommission am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Der Milchaustausch über die Plattform funktioniere auf Vertrauensbasis. Niemand könne sicher sein, dass in der Milch keine unerwünschten Viren wie der HI-Virus oder ein Syphiliserreger enthalten sind. „Selbst wenn Frauen auf der Seite angeben, dass sie in der Schwangerschaft getestet wurden, bleibt ein Restrisiko“, sagt Vetter. Denn theoretisch könne sie sich ja seit der Geburt ihres Kindes angesteckt haben.

Selbst wenn Frauen eine Kopie des Mutterpasses anforderten, seien sie nicht auf der sicheren Seite. Denn aus Datenschutzgründen dürfe der Arzt Krankheiten wie HIV dort gar nicht eintrag

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