Fettleibigkeit

Chile verbietet Überraschungseier dpa, 30.06.2016 10:51 Uhr

Santiago de Chile - Chiles Staatsführung hat sich gegen Kritik an einem neuen Gesetz verteidigt, dass unter anderem den Verkauf von Überraschungseiern aus Schokolade in dem südamerikanischen Land verbietet. Genau genommen untersagt es das Angebot von Spielzeugen in Verbindung mit Lebensmitteln, die als ungesund eingestuft werden. „Wir bekämpfen mit dieser Maßnahme mehrere Faktoren, die eine schlechte Ernährung und Übergewicht fördern“, erklärte Staatschefin Michelle Bachelet.

„So wie wir vor 50 Jahren die Unterernährung der Kinder in Angriff nahmen, so müssen wir heute gegen das Übergewicht handeln“, sagte Bachelet, die selbst Kinderärztin ist. Die Hälfte der Sechsjährigen in Chile leide an Übergewicht. „Wir stehen an der Spitze der Statistiken über Fettleibigkeit in Lateinamerika“, erklärte sie.

Als gesundheitsschädlich gelten nach der Neuregelung Lebensmittel, die pro 100 Gramm mehr als 400 Milligramm Salz, vier Gramm gesättigter Fette, 275 Kalorien oder 10 Gramm Zucker aufweisen. Dementsprechend dürfen seit Montag beispielsweise die bekannten Überraschungseier von Ferrero nicht mehr verkauft werden. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, die neue Regelung vor Gericht anzufechten.

McDonald's hat dagegen nach eigenen Angaben bereits vor fünf Jahren begonnen, sein „Happy Meal“ mit Spielzeug in mehreren Ländern – darunter Chile – unter diese Grenzwerte anzupassen. Alle Produkte des Happy Meals erfüllten die neue Regelung, teilte die Fast-Food-Kette mit. Der Konzern teilt nach eigenem Bekunden die Sorge der Gesundheitsbehörden um eine bessere Ernährungsqualität der Bevölkerung und insbesondere der Kinder.
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