Vor Gericht

Falscher Sanitäter: Gab er tödliche Medikamente?

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Berlin -

Mit gefälschten Urkunden soll sich ein 30-Jähriger Jobs als Notfallsanitäter erschlichen und Menschen falsch therapiert haben. Ein schwer herz- und lungenkranker Patient starb laut Anklage der Staatsanwaltschaft, nachdem der vermeintliche Sanitäter ihm bei einem Einsatz in Kamp-Lintfort Medikamente gegeben und eine Notarzt-Behandlung verhindert hatte.

Ab 16. Juli muss sich der 30-Jährige am Landgericht Kleve verantworten, wie das Gericht mitteilte. Die Anklage lautet auf Totschlag, gefährliche Körperverletzung sowie Urkundenfälschung in zwei Fällen.

Zu dem tödlichen Fall heißt es, der Angeklagte soll in Kenntnis seiner fehlenden medizinischen Qualifikation den Tod des Patienten billigend in Kauf genommen haben. Außerdem soll der Mann einem anderen Patienten mit einem Lungenödem eine falsche Infusion gelegt haben, die zu Kreislaufversagen und Ersticken hätte führen können. Eine Kollegin hatte die Infusion laut Anklage rechtzeitig bemerkt und beendet. Zum Prozessauftakt sind zahlreiche Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

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