Studie: Versicherte sehen Digitalisierung skeptisch

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Berlin - Knapp die Hälfte der Krankenversicherten steht der Digitalisierung im Gesundheitswesen skeptisch gegenüber. „Fast jedem Zweiten fehlt das Vertrauen, dass persönliche Daten, die digital übermittelt und gespeichert werden, sicher sind und nicht in falsche Hände geraten.“ Das geht aus einer Befragung der Wirtschaftsprüfungsfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) zu Gesundheitsthemen hervor.

An der verbreiteten Skepsis scheint auch das geplante E-Health-Gesetz nichts zu ändern, das Sicherheitsstandards festschreibt und den rechtlichen Rahmen für die Telemedizin und die elektronische Gesundheitskarte bildet. Nur 22 Prozent der gesetzlich Versicherten und 14 Prozent der Privatversicherten begrüßen laut Studie dieses Gesetz ohne Einschränkung. 47 Prozent der Privatversicherten und 43 Prozent der gesetzlich Versicherten sind nach wie vor misstrauisch.

Der Leiter des Bereichs Gesundheitswesen und Pharma, Michael Burkhart, erklärte hingegen: „Die digitale Übertragung von Unterlagen würde die Kommunikation zwischen Versicherten, Hausarzt, Facharzt und Krankenhaus deutlich erleichtern und Patienten viele Wege ersparen.“

In Arztpraxen erwarten Versicherte der Studie zufolge mehr Service: 45 Prozent (2015: 43 Prozent) störten sich daran, dass sich der Arzt zu wenig Zeit für sie nimmt. Auffällig sei die wachsende Unzufriedenheit unter Privatversicherten, hieß es. Ihr Anteil sei in einem Jahr von 22 auf 29 Prozent gestiegen. Bemängelt werde auch, dass sich Praxisöffnungszeiten zu wenig an den Bedürfnissen der Patienten orientieren.

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