Rückzahlungsvereinbarung

Approbierter kündigt – und muss zahlen

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Berlin -

In Weiterbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern zu investieren, ist sinnvoll, aber auch kostspielig. Deshalb versuchen manche Chefs, Angestellte längerfristig an die Apotheke zu binden. Wer vorzeitig kündigt, muss einen Teil des Geldes zurückzahlen. Solche Vereinbarungen müssen aber sorgfältig formuliert werden. Andernfalls bleibt der Apotheker auf den Kosten sitzen.

Für Apothekenberufe gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung. Approbierte können sich beispielsweise als Fach-Apotheker für Allgemeinpharmazie, Klinische Pharmazie, Arzneimittelinformation, Pharmazeutische Analytik, Pharmazeutische Technologie, Toxikologie und Ökologie, Öffentliches Gesundheitswesen sowie Klinische Chemie qualifizieren. PTA haben die Möglichkeit, Zusatzbezeichnungen wie Fach-PTA für Dermopharmazie, für Allgemeinpharmazie oder Homöopathie und Naturheilverfahren zu erwerben. Und für PKA werden unter anderem Module zur Fach-PKA für Betriebswirtschaft und Marketing angeboten.

Solche Kurse kosten Zeit und Geld, haben aber eine Menge Vorteile, sowohl für den Apothekeninhaber als auch für die Mitarbeiter. Der Chef bekommt einen besser qualifizierten Mitarbeiter, der ihn nicht nur besser unterstützt, die Kunden besser berät, sondern auch den Umsatz steigert. Der Mitarbeiter verbessert seine Qualifikation und kann mehr Verantwortung übernehmen.

Apothekeninhaber, die solche Weiterbildungen finanziell unterstützen oder gar die gesamten Kosten übernehmen, haben jedoch berechtigte Sorgen, dass die Mitarbeiter nur kurze Zeit nach dem Abschluss der Fortbildung zur Konkurrenz wechseln und dort das neu erworbene Wissen einsetzen. Und so versucht manch ein Chef, Angestellte vertraglich an seine Apotheke zu binden. Kündigt der Mitarbeiter vorzeitig, soll er zumindest die Kosten an den Arbeitgeber zurückzahlen.

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