OTC-Hersteller

Wick und Ratiopharm trennen sich APOTHEKE ADHOC, 19.04.2018 15:28 Uhr

Berlin - Procter & Gamble und Teva beenden ihre Zusammenarbeit im OTC-Geschäft. Das gemeinsame Joint Venture PGT Healthcare wird zum 1. Juli aufgelöst, kündigten beide Konzerne heute an. Zuvor hatte der US-Konsumgüterkonzern die Übernahme der Consumer-Sparte von Merck vermeldet.

Das Joint Venture besteht seit Ende 2011 und sitzt in Genf. Hauptsächlich in Europa und Asien war PGT für den Aufbau und die Führung von Marken wie Wick, Ratiopharm, Blend-a-med und Oral-b verantwortlich. Insgesamt wurden mehr als 50 Märkte bearbeitet. Deutschland gehörte nicht dazu und ist vom Ende der Kooperation daher nicht direkt betroffen: „In Deutschland ändert sich nichts für die Apotheken, Großhändler und Verbraucher“, versichert ein Sprecher von Ratioharm.

Der Vertrag über das Joint Venture wäre im November ohnehin ausgelaufen, den beiden Konzernen zufolge geht die Auflösung ohne finanzielle Transfers oder etwaige Verluste über die Bühne. Es handele sich um eine strategische Entscheidung: „Wir haben von der PGT-Partnerschaft erheblich profitiert und gehen im Guten auseinander“, so Dr. Sven Dethlefs, Executive Vice President Global Marketing & Portfolio bei Teva.

2011 hatte Dethlefs, damals noch Deutschlandchef von Teva, zur Gründung des Joint Ventures erklärt: „Die weltweit führende Expertise von P&G in den Bereichen Markenaufbau und Markenführung wird uns helfen, die Marke Ratiopharm weiter zu entwickeln. Auch das tiefe Konsumentenverständnis von P&G wird dazu beitragen, dass wir Patienten noch besser und zielgerichteter ansprechen können. So schaffen wir auch für die Apotheker als unsere Kunden einen weiteren Mehrwert. Es ist klar, dass Ratiopharm eine reine Apothekenmarke bleibt.“

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