Generikahersteller

Von Klinge zu Zentiva

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Berlin -

Bei Zentiva gibt es einen Neuzugang: Seit 15. November ist Roland Krock als Head of Commercial Operations für den Vertrieb verantwortlich. Er kommt von Klinge, davor war er bei Merck und Klosterfrau.

Zentiva holt sich mit Krock einen erfahrenen Pharma- und Vertriebsprofi ins Haus. Nach fast zwölf Jahren im Außendienst von Klosterfrau kam er 2011 zu Merck, wo er mit dem Bereich Key Account die Verantwortung für das Großkundengeschäft übernahm. Im April 2015 trat er die Nachfolge von Vertriebsdirektor Stephan Börner an, der neue Aufgaben auf Konzernebene übernommen hatte. Im August 2017 wechselte er als Head of Sales OTC & Rx zu Klinge Pharma nach Holzkirchen.

Bei Zentiva soll er im Team um Josip Mestrovic, Thomas Butrot (Finanzen) und Alisa Heinz (OTC) den neuen Bereich Commercial Operations leiten und ausbauen. Die Abteilung soll die „Stimme des Kunden im Unternehmen“ sein. Erklärtes Ziel ist es, den Marktauftritt der Zentiva und deren Kundenbeziehungen zu stärken und alle Marktaktivitäten noch klarer an Patienten- und Kundenbedürfnissen auszurichten. „Ich freue mich nun Teil der Zentiva zu sein und den erfolgreichen Weg mit gestalten zu können“, so Krock.

Hierzulande kommt Zentiva auf Erlöse von rund 200 Millionen Euro, davon entfallen rund 30 Millionen Euro auf den OTC-Bereich und der Rest auf das Generikageschäft, wo Zentiva zu den führenden Anbietern gehört.

Zentiva wurde im vergangenen Jahr vom Finanzinvestor Advent übernommen. Der französische Pharmakonzern Sanofi hatte die Generikasparte im Frühjahr für 1,9 Milliarden Euro verkauft. Etwa zehn Jahre zuvor hatte Sanofi Zentiva für 1,8 Milliarden Euro übernommen. In Deutschland änderte sich mit der Abspaltung nur wenig.

Zentiva hat mehr als 2500 Mitarbeiter in ganz Europa und zwei Produktionsstätten in Prag und Bukarest, an denen mehr als 350 Millionen Packungen pro Jahr hergestellt werden. Nach der Übernahme durch Sanofi sollte das Unternehmen zum Nukleus eines globalen Generikageschäfts werden.

Bis dahin war der französische Konzern vor allem in Nordamerika mit der Sparte Winthrop aktiv. Ab 2011 wurde beide Marken sukzessive zusammengelegt. Der Verkauf des Europageschäfts war bereits in der Strategie 2020 angekündigt worden.

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