Generikahersteller

Zentiva: OTC-Offensive mit Paraceta

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Berlin -

Paracetamol ist ein Klassiker in der Schmerzbehandlung. Zentiva startet mit dem Wirkstoff jetzt eine OTC-Offensive. Der Generikahersteller geht bei dem apothekenpflichtigen Produkt weg von der reinen Wirkstoffbezeichnung und bringt eine neue Marke in die Sichtwahl.

Zentiva vertreibt Paracetamol künftig unter der Marke Paraceta. Dabei handele es sich um einen klaren und leicht zu identifizierenden Produktnamen, sagt Geschäftsführer Josip Mestrovic. „Paraceta gehört zu einer Reihe von Präparaten, welche Zentiva in Deutschland einführen wird, um das Portfolio kontinuierlich zu erweitern.“

Der Generikahersteller ist laut eigenen Angaben größter Volumenanbieter von Nachahmerpräparaten im verschreibungspflichtigen Bereich. Man wolle den Apotheke deshalb auch „ein breites und attraktives OTC-Portfolio anbieten“, so Mestrovic. Die Einführung von Paraceta sei ein erster Schritt in diese Richtung.

Paraceta 500 ist in den Packungsgrößen zu jeweils 10 und 20 Tabletten erhältlich. Das Produkt hat eine orange-weiße Umverpackung. Auf der linken Seite ist mittig das Firmenlogo abgebildet. Eine weitere Neueinführungen des Herstellers ist das Nasenspray Zentiva mit Xylometazolinhydrochlorid, das unter anderem zum Abschwellen der Nasenschleimhaut bei akutem Schnupfen angewendet werden soll.

Zentiva wurde im vergangenen Jahr vom Finanzinvestor Advent übernommen. Der französische Pharmakonzern Sanofi hatte die Generikasparte im Frühjahr für 1,9 Milliarden Euro verkauft. Etwa zehn Jahre zuvor hatte Sanofi Zentiva für 1,8 Milliarden Euro übernommen. In Deutschland änderte sich mit der Abspaltung nur wenig. Für Apotheken sollte es neue Ansprechpartner im Außendienst und im Key Account geben.

Zentiva hat mehr als 2500 Mitarbeiter in ganz Europa und zwei Produktionsstätten in Prag und Bukarest, an denen mehr als 350 Millionen Packungen pro Jahr hergestellt werden. Nach der Übernahme durch Sanofi sollte das Unternehmen zum Nukleus eines globalen Generikageschäfts werden.

Bis dahin war der französische Konzern vor allem in Nordamerika mit der Sparte Winthrop aktiv. Ab 2011 wurde beide Marken sukzessive zusammengelegt. Der Verkauf des Europageschäfts war bereits in der Strategie 2020 angekündigt worden.

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