Umfrage: Viele Verbraucher offen für Tele-Apotheker

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Berlin - Der Versandanteil wächst, doch ausschlaggebendes Argument für viele Kund:innen ist nach wie vor der Preis. Entsprechend hoch ist die Fluktuation im Versandhandel – während sich die Apotheken vor Ort durch Beratung profilieren. Wie lässt sich das ändern, wollten die Marktforscher von DatamedIQ im Vorfeld der Einführung des E-Rezepts wissen. Das Gemeinschaftsunternehmen von Shop Apotheke und Zur Rose hat bei Verbraucher:innen abgefragt, welche telemedizinischen Angebote sie in Anspruch nehmen würden.

Mit der Einführung des E-Rezepts ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Kundenbindung – Stichwort: Gesundheitsplattform. Zur Rose und Shop Apotheke arbeiten an entsprechenden Konzepten, um künftig auch Chroniker zu erreichen, die mehr auf Convenience und eine gute Beratung aus sind als auf Schnäppchen. Aber sind die Menschen überhaupt offen für entsprechende Angebote? Das wollte DatamedIQ wissen und hat 1000 Verbraucher:innen durch Appinio befragen lassen.

22 Prozent der Befragten haben schon einmal verschreibungsfreie Medikamente im Versandhandel bestellt, 9 Prozent sogar Rezepte online eingereicht. Weitere 59 beziehungsweise 56 Prozent können sich das vorstellen. Zur Bestandsaufnahme gehört aber auch, dass 49 Prozent der Online-Shopper wechseln und nur 41 Prozent ihrer jeweiligen Versandapotheke treu sind. Ausschlaggebendes Argument ist in der Regel der Preis (80 Prozent), während 28 Prozent sich den Weg zur Apotheke ersparen wollen.

Bei der Beratung zu Arzneimitteln im Zusammenhang mit gesundheitlichen Beschwerden sind Ärztin oder der Arzt die wichtigste Anlaufstelle: 53 Prozent gaben an, sich in der Praxis zu informieren, während 17 Prozent in die Apotheke gehen. Die Beratung einer Versandapotheke nutzen demnach nur 6 Prozent – das ist weniger als Google (15 Prozent) und Freunde/Bekannte (9 Prozent) vorweisen können.

Entsprechend werden Ärzt:innen im Hinblick auf die Empfehlung von Medikamenten von 92 Prozent als vertrauenswürdig angesehen, die Apotheke vor Ort von 88 Prozent. Die Online-Apotheken nannten nur 64 Prozent, gleichauf liegen auch hier Freunde/Bekannte (62 Prozent). Deutlich seltener wurden Suchmaschinen genannt (38 Prozent).

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