Biosimilars

Stada übernimmt Silapo-Hersteller APOTHEKE ADHOC, 06.08.2018 18:26 Uhr

Berlin - Stada ist weiter auf Einkaufstour und stellt sich stärker im Biosimilar-Geschäft auf: Der Generikakonzern hat seine Anteile an Bioceuticals aufgestockt und ist nun Mehrheitsaktionär. Bioceuticals hat bisher den Wachstumsfaktor Silapo (Epoetin zeta) an Stada auslizenziert.

35,48 Prozent der Anteile hat Stada den Mitgesellschaftern abgekauft und verfügt damit nun über 51,34 Prozent. Wie viel sich das der hessische Konzern kosten lässt, verrät er nicht. Auch die Kartellbehörden müssen noch zustimmen. Mit der Mehrheitsübernahme erhält Stada die Kontrolle über den Wirkstoff Erythropoetin, den Bioceuticals herstellt und bisher durch die Vergabe von Vertriebslizenzen unter anderem an Stadapharm vermarktet hat.

Bereits seit 2008 vertreibt Cell Pharm – seit vergangenem Jahr Teil von Stadapharm – Silapo mit dem Wirkstoff Epoetin zeta und verzeichnet damit eigenen Angaben zufolge ein stetiges Umsatzwachstum. Das synthetisch generierte Erythropoetin-Derivat stimuliert die Bildung von roten Blutzellen im Knochenmark und ist zur Behandlung von Anämie in Folge von Chemotherapie oder chronischer Niereninsuffizienz, entzündlichen Darmerkrankungen und Myelodyspläsie ausgelöst durch Chemo- oder Strahlentherapie zugelassen.

Bereits den Entwicklungsprozess des Biosimilars hatte Stada im Auftrag von Bioceuticals gesteuert. Auch an den seit 2015 zu Pfizer gehörenden Hersteller Hospira wurde Epoetin zeta auslizenziert, Hospira vertreibt es unter dem Namen Retacrit.

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